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Presse: Erstes großes US-Unternehmen verlässt den Irak - Teure Sicherheit

Angesichts der anhaltenden Gewalttaten im Irak hat sich das erste große US-Unternehmen einem Pressebericht zufolge aus dem Land zurückgezogen.

dpa-afx WASHINGTON. Angesichts der anhaltenden Gewalttaten im Irak hat sich das erste große US-Unternehmen einem Pressebericht zufolge aus dem Land zurückgezogen. Der Baukonzern Contrack International habe für seine Entscheidung die hohen Sicherheitskosten angeführt, berichtete die Tageszeitung "Los Angeles Times" (Mittwochausgabe). Contrack hatte einen Auftrag in Höhe von 325 Mill. Dollar zum Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Transportwege erhalten.

Contrack-Chef Karim Camel-Toueg wurde in dem Bericht mit den Worten zitiert: "Wir haben einen Punkt erreicht, wo unsere Kosten ein Verbleiben im Irak unmöglich machen." US-Regierungsvertreter bestätigten der "Los Angeles Times", dass Contrack das bisher größte US-Unternehmen sei, das sich zu einem solchen Schritt entschlossen hat. Die Bemühungen um den Wiederaufbau des Landes seien dadurch aber nicht gefährdet. Der Auftrag soll neu ausgeschrieben werden.

Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums sagte, der Rückzug des Unternehmens sei "kein schrecklicher Verlust". Volkswirtschaftler befürchten jedoch, dass noch weitere Unternehmen eine Aufgabe ihrer Tätigkeit im Irak erwägen. Michael O'Hanlon von dem politikwissenschaftlichen Brookings-Institut sagte: "Das ist ein sehr schlechtes Zeichen." Falls andere private Firmen auch dächten, dann sei das eine potenziell sehr schlimme Warnung.

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