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Presse: General Motors wird in Europa auch 2004 rote Zahlen schreiben

Der weltgrößte Autobauer General Motors (GM) wird auch in diesem Jahr in Europa rote Zahlen schreiben. Nach Aussagen von GM-Europe-Chef (GME) Fritz Henderson hat General Motors das Ziel aufgegeben, im Geschäftsjahr 2004 zumindest einen kleinen Gewinn von 100 Mill. Dollar einzufahren. Das dritte Quartal sei "schlecht verlaufen", sagte Henderson der Branchenzeitung "Automobilwoche". Genaue Zahlen wird der Konzern am 14. Oktober mitteilen.

dpa-afx STUTTGART. Der weltgrößte Autobauer General Motors (GM) wird auch in diesem Jahr in Europa rote Zahlen schreiben. Nach Aussagen von GM-Europe-Chef (GME) Fritz Henderson hat General Motors das Ziel aufgegeben, im Geschäftsjahr 2004 zumindest einen kleinen Gewinn von 100 Mill. Dollar einzufahren. Das dritte Quartal sei "schlecht verlaufen", sagte Henderson der Branchenzeitung "Automobilwoche". Genaue Zahlen wird der Konzern am 14. Oktober mitteilen.

Laut Henderson ist eine "Erholung des europäischen Automarkts" ebenso wenig in Sicht wie ein "Ende der Preisschlacht im Neuwagengeschäft". Alles laufe darauf hinaus, dass General Motors im fünften Jahr in Folge in Europa rote Zahlen einfahre, deutete der GME-Chef in Automobilwoche an. Größtes Problem seien "hohe" Überkapazitäten sowie die geringe Produktivität in einigen Werken: "Die Situation ist völlig inakzeptabel."

Wie GME-Präsident Carl-Peter Forster der "Automobilwoche" sagte, sei etwa die Produktivität des Werks Rüsselsheim trotz der erzielten Fortschritte des Restrukturierungsprogramms "Olympia" immer noch um 35 Prozent niedriger als die des besten europäischen Werks. Forster: "Würden wir den Vectra statt in Rüsselsheim etwa in Eisenach produzieren, käme er uns nur halb so teuer." Die Kombination aus "niedriger Produktivität und hohen Lohnkosten" in Deutschland könne sich der Konzern nicht mehr leisten.

"Wir müssen uns bewegen", forderte der ehemalige Opel-Chef die Vertreter des Betriebsrats auf, mit dem derzeit über weitere Sparmaßnahmen verhandelt wird. Forster widersprach dabei ausdrücklich Betriebsratschef Klaus Franz, dass Werksschließungen in Europa und auch betriebliche Kündigungen durch den europäischen Rahmenvertrag ausgeschlossen seien: "Franz sollte das besser wissen." Werksschließungen seien keine leere Drohung. Und wenn es nicht anders gehe, werde man auch betriebliche Kündigungen aussprechen: "Wir haben die Möglichkeiten dazu."

GME hat laut Henderson derzeit eine Kapazität für eine Jahresproduktion von rund 1,9 Mill. Autos. Um wie viel man diese Zahl reduzieren werde, sei noch völlig offen: "Wir rechnen noch." Gedrosselt werden soll auf jeden Fall auch die Fertigung von Benzinmotoren in Europa.

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