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Presse: GM droht mit Schließung eines Werks - auch Rüsselsheim bedroht

Der US-Autobauer General Motors plant Presseberichten zufolge in seinem Europa-Geschäft einen drastischen Abbau der Produktion. Auch das Opel-Stammwerk in Rüsselsheim sei von der Schließung bedroht, schreibt die "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe). In Europa sei praktisch kein GM-Werk voll ausgelastet. In den vergangenen vier Jahren habe GM in Europa fast zwei Mrd. $ Verlust gemacht.

dpa-afx FRANKFURT. Der US-Autobauer General Motors plant Presseberichten zufolge in seinem Europa-Geschäft einen drastischen Abbau der Produktion. Auch das Opel-Stammwerk in Rüsselsheim sei von der Schließung bedroht, schreibt die "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe). In Europa sei praktisch kein GM-Werk voll ausgelastet. In den vergangenen vier Jahren habe GM in Europa fast zwei Mrd. $ Verlust gemacht.

Der "Daily Telegraph" (Mittwochausgabe) schreibt, in Europa sei der Abbau von bis zu 3 000 Arbeitsplätzen geplant. Dies entspreche der Fertigungskapazität von zwei Autowerken. Betroffen sein könnten Opel, Saab und auch die Partnerschaft mit Fiat .

Verschärftes Sanierungskonzept

In einem Gespräch mit der "FTD" sagte Fritz Henderson, Chef von GM Europe, er wolle in den kommenden 60 Tagen ein verschärftes Sanierungskonzept vorlegen, das bereits 2005 Wirkung zeigen soll. "Wir haben nicht den Luxus, uns Zeit lassen zu können."

Das neue Programm werde die Produktion voraussichtlich um weitere 150 000 Fahrzeuge pro Jahr senken, schreibt die "FTD" weiter. Hendersons Drohung überschatte die laufenden Gespräche zwischen Opel-Management und Betriebsrat. Der jedoch reagierte laut Zeitung gelassen: Werksschließungen in Europa seien vertraglich ausgeschlossen, hieß es.

Der bisherige Vereinbarung mit dem Betriebsrat, die Produktion um 350 000 Fahrzeuge jährlich zu drosseln, sei unzureichend, sagte Henderson. "Unsere Annahmen über die Vergrößerung unseres Marktanteils waren falsch. Es hat sich als unglaublich schwer erwiesen, Marktanteile dazuzugewinnen. Wir haben überschüssige Kapazitäten und müssen deswegen etwas unternehmen."

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