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Presse: Japanische Bank soll „Manu“-Übernahme blockieren

Mit Hilfe der japanischen Nomura-Investmentbank wollen die Fans von Manchester United die drohende Übernahme durch den US-Milliardär Malcolm Glazer abwenden.

dpa-afx MANCHESTER. Mit Hilfe der japanischen Nomura-Investmentbank wollen die Fans von Manchester United die drohende Übernahme durch den US-Milliardär Malcolm Glazer abwenden. Laut einem Bericht der "Financial Times" (Freitag-Ausgabe) arbeitet das Finanzhaus gemeinsam mit dem Vorsitzenden der britischen Seymour-Pierce-Investmentbank, Keith Harris, an einem Plan, um den Kauf des Premier-League-Clubs zu blockieren. Der United-Anhänger und ehemalige Liga-Vorsitzende strebt ein Veto-Recht der Fans durch eine entsprechende Beteiligung an dem größten britischen Fußball-Verein an.

Demnach soll die Bank ein Darlehen von rund 290 Mill. Euro bereitstellen. Die Wertpapiere an dem Börsen notierten Club sollen an Fan-Gruppierungen wie die "Shareholders United" gehen. Diese Aktionärs-Vereinigung hatte bereits mehrfach gegen Glazers Kauf-Pläne protestiert. Während die Bank eine Stellungnahme laut der Zeitung abgelehnt hat, bestätigten die Fan-Gruppen ein Treffen mit Harris. "Wir sind offen für weitere Diskussionen. Die Fans bleiben darauf konzentriert, die Übernahme durch Malcolm Glazer zu verhindern", hieß es von Seiten der "Shareholders-United". Zurückgezahlt werden soll das Geld durch Ticket-Einnahmen oder die Erlöse durch die Fernseh- Rechte.

Durch seine Kaufaktionen für rund 100 Mill. Euro am Ende der vergangenen und zu Beginn dieser Woche hält Glazer bereits 28,11 Prozent der "Manu"-Aktien. Dadurch kann der Sport-Tycoon, der bereits im Besitz des amerikanischen Ex-Super-Bowle-Gewinner Tampa Bay Buccaneers ist, wiederum die Pläne von Harris blockieren. Die Veto- Grenze liegt bei 25 Prozent. "Es ist schwer, irgendetwas mit Manchester zu machen, da so viele Aktien gebunden sind", sagte ein Analyst. Die größten Aktionäre an dem Club, dessen Wert auf 1,1 bis 1,2 Milliarde Euro beziffert wird, sind noch immer JP Mcmanus and John Magnier. Die beiden Iren halten über ihre Firma "Cubic Expression" 28,89 Prozent der Aktien. Sollte Glazer unterdessen die 30-Prozent-Marke erreichen, muss er ein Übernahme-Angebot machen.

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