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Presse: KlöCo-Manager erhielten vor Verkauf an Balli hohe PrämienDPA-Datum: 2004-06-27 14:32:42

MÜNCHEN/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Energiekonzern E.ON AG < EOA.ETR > hat beim Verkauf seiner Stahlhandelstochter Klöckner & Co. (KlöCo) an die Balli-Gruppe im Oktober 2001 Prämien in Höhe von umgerechnet 767.000 Euro an das KlöCo-Management vergeben. Dies berichtete das Magazin "Focus" (München) am Sonntag vorab. Demnach hätten der frühere KlöCo- Vorstandschef Raimund Müsers 750.000 Mark, das ehemalige Vorstandsmitglied Hermann Kögler 500.000 Mark sowie Ex-Vorstand Roland Straßburger 250.000 Mark erhalten.

MÜNCHEN/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Energiekonzern E.ON AG < EOA.ETR > hat beim Verkauf seiner Stahlhandelstochter Klöckner & Co. (KlöCo) an die Balli-Gruppe im Oktober 2001 Prämien in Höhe von umgerechnet 767.000 Euro an das KlöCo-Management vergeben. Dies berichtete das Magazin "Focus" (München) am Sonntag vorab. Demnach hätten der frühere KlöCo - Vorstandschef Raimund Müsers 750.000 Mark, das ehemalige Vorstandsmitglied Hermann Kögler 500.000 Mark sowie Ex-Vorstand Roland Straßburger 250.000 Mark erhalten.

Ein E.ON-Sprecher bestätigte die Sonderzahlungen. Diese vollkommen üblichen Zahlungen würden die Mehrbelastung des Managements des zu verkaufenden Unternehmens im Zusammenhang mit dem Verkauf ausgleichen. Der Sprecher betonte, dass die Zahlungen bereits mit Einleiten des Verkaufsprozesses im Frühjahr 2001 zugesagt worden seien, als von Balli als zukünftigem Käufer noch nicht die Rede gewesen sei.

'WIRTSCHAFTLICHER ANREIZ'

Mit den Prämienzahlungen habe E.ON "einen erheblichen wirtschaftlichen Anreiz zur Durchführung der geplanten Aquisition" geschaffen, zitierte "Focus" aus einer internen Bewertung der WestLB, die den Verkauf an Balli finanziert hatte. Der Stromkonzern sei "möglicherweise verpflichtet", KlöCo "einen aus der Beeinflussung des Vorstandes resultierenden Schaden zu ersetzen", zitierte das Magazin weiter.

Unmittelbar nach dem Verkauf an Balli waren 120 Millionen Euro von KlöCo-Konten verschwunden. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt unter anderem gegen mehrere Balli-Manager wegen Untreue. Sie sollen den Kauf von KlöCo durch die Entnahme der 120 Millionen Euro bei dem Duisburger Handelshaus finanziert haben.

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