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Presse: MVV Energie wehrt sich gegen Enbw-Einstieg - Sonderlasten geringer

Der Regionalversorger MVV hat sich nach Informationen des "Handelsblatts" beim Bundeskartellamt über den geplanten Einstieg des Konkurrenten Energie Baden-Württemberg (Enbw) beklagt. Der Mannheimer Versorger habe bei der Behörde ein Gutachten eingereicht, das auf wettbewerbsrechtliche Bedenken hinweist, und die Behörde auffordere, eine Beteiligung zu unterbinden, schreibt die Zeitung (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf das betreffende Gutachten.

dpa-afx FRANKFURT. Der Regionalversorger MVV hat sich nach Informationen des "Handelsblatts" beim Bundeskartellamt über den geplanten Einstieg des Konkurrenten Energie Baden-Württemberg (Enbw) beklagt. Der Mannheimer Versorger habe bei der Behörde ein Gutachten eingereicht, das auf wettbewerbsrechtliche Bedenken hinweist, und die Behörde auffordere, eine Beteiligung zu unterbinden, schreibt die Zeitung (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf das betreffende Gutachten.

Darin komme der Berliner Kartellrechtsexperte Professor Franz Jürgen Säcker zu dem Ergebnis, dass Enbw seine dominante Stellung im Südwesten Deutschlands durch einen Einstieg bei MVV weiter verstärken und so den Wettbewerb einschränken würde. Weder Enbw noch MVV wollten laut "Handelsblatt" eine Stellungnahme zu dem Bericht abgeben.

Enbw will der Düsseldorfer Eon AG deren 15-Prozent-Paket an der MVV abkaufen. Der Konzern hatte sich Anfang 2003 eine entsprechende Option einräumen lassen und als Gegenleistung seinen Widerstand gegen die Fusion von Eon und Ruhrgas aufgegeben. Enbw versuche schon seit Jahren, sich an MVV zu beteiligen, schreibt die Zeitung weiter.

Für MVV Energie käme ein Einstieg des Konkurrenten zu einem ungünstigen Zeitpunkt, schreibt das "Handelsblatt". MVV habe hohe Sonderlasten aus zu teuer eingekauften Beteiligungen zu verkraften. Einem Bericht der "Börsen-Zeitung" zufolge sollen diese Belastungen aber geringer ausfallen als zunächst befürchtet. Statt wie bisher angenommen 80 bis 100 Mill. ? im Geschäftsjahr 2003/2004 (30. September) liege der Wertberichtigungsbedarf bei unter 80 Mill. ?, schreibt die Zeitung (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise.

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