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Presse: SGL Carbon und Lion Bioscience planen Rückzug von Wall Street

Mehrere deutsche Aktiengesellschaften prüfen einem Zeitungsbericht zufolge einen Rückzug von der Wall Street.

dpa-afx FRANKFURT. Mehrere deutsche Aktiengesellschaften prüfen einem Zeitungsbericht zufolge einen Rückzug von der Wall Street. Während der Technologiekonzern Siemens die Aufgabe der Aktien-Notierung in New York noch prüfe, seien einige kleine Unternehmen zum Rückzug fest entschlossen, schreibt die Tageszeitung "Der Tagesspiegel" (Montagausgabe).

So wolle sich der Graphitspezialist SGL Carbon die Kosten des Listings sparen. Ein Unternehmenssprecher sagte der Zeitung, es sei heute nicht mehr wichtig, amerikanische Investoren in den USA selbst zu locken. Die Pensionsfonds hätten früher nur in New York Aktien kaufen dürfen, jetzt seit das auch in Frankfurt am Main möglich.

Enttäuscht von der Wall Street gibt sich das Bioinformatik-Unternehmen Lion Bioscience . "Wir prüfen, ob sich ein Delisting lohnt, weil sich unsere Erwartungen nicht erfüllt haben", sagt eine Sprecherin dem Blatt. Gemessen an den Aktienumsätzen an der deutschen Börse sei ein Handelsvolumen von maximal fünf Prozent an der Technologiebörse Nasdaq zu gering, um die hohen Kosten der Notierung dort zu rechtfertigen. "2004 hat uns die Nasdaq 400 000 Euro pro Quartal gekostet", sagt die Sprecherin. "Das entspricht sieben Prozent der Gesamtkosten von Lion im kommenden Jahr."

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