Pressebericht
Arbeitsämter reagieren schärfer auf Stellenablehnung

Immer öfter verhängen die Ämten Sperrzeiten, wenn Arbeitslose zumutbare Beschäftigung ablehnen.

afp BERLIN. Die Arbeitsämter in Deutschland reagieren nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" (Dienstagsausgabe) zunehmend härter, wenn Arbeitslose ihnen angebotene Stellen ausschlagen. In den alten Bundesländern seien im ersten Halbjahr 2001 gegen 20 411 Arbeitslose so genannte Sperrzeiten verhängt worden, weil sie angebotene zumutbare Stellen nicht annahmen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies eine Zunahme um mehr als 15 %. Bei derartigen Sperrzeiten wird in der Regel für zwölf Wochen kein Arbeitslosengeld oder keine Arbeitslosenhilfe gezahlt. Bei wiederholten Sperrzeiten können die Ansprüche auf Zahlungen durch die Arbeitsämter gänzlich verloren gehen. Davon waren im genannten Zeitraum in den alten Ländern mehr als 8 200 Menschen betroffen. Das waren fast sechs Prozent mehr als vergangenes Jahr. Fast 10 000 weiteren Arbeitslosen sei zeitweise die Unterstützung entzogen worden, weil sie eine Bildungsmaßnahme verweigerten oder abbrachen.

Die Bundesanstalt für Arbeit erklärte laut dem Blatt dazu, bei fast einer halben Million freier Stellen in den alten Ländern gebe es vielerorts gute Möglichkeiten, Erwerbslosen eine Beschäftigung anzubieten. Insbesondere in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, wo Firmen nach Arbeitskräften regelrecht suchen, wurde der Missbrauch von Leistungen der Arbeitslosenversicherung deutlich schärfer geahndet.

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