Pressebericht
Streit in Bahn-Spitze über Zukunft des Schienennetzes

Bahn Mehdorn-Chef will die Kontrolle über das Netz behalten, Aufsichtsratsvorsitzender Vogel möchte die Verantwortung lieber an den Staat abgeben und hält Mehdorns Vorstellungen für "realitätsfern".

dpa-afx HAMBURG. Deutsche-Bahn -Chef Hartmut Mehdorn und der Bahn-Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Vogel streiten nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" über die Zukunft des Schienennetzes.

Während Mehdorn das Netz im Besitz der Bahn halten will, setzte Vogel sich dafür ein, die Verantwortung für die Schiene an den Staat abzugeben. Das Netz könne, "wenn es die vollen Kosten betriebswirtschaftlich darstelle müsste, die Transportgesellschaften in den Abgrund ziehen", schreibt Vogel nach Angaben des "Spiegel" in einem vertraulichen Schreiben an den Vorstandschef der Deutschen Bahn AG.

Vogel habe in dem Schreiben an Mehdorn dessen Vorstellungen als fragwürdig, zweifelhaft, realitätsfern und gefährlich bezeichnet. Aus seiner Sicht spricht vieles für eine klare Trennung zwischen Fahrweg und Transportbetrieb. Auch Auto und Flugzeug trügen für ihren Fahrweg weder die vollen Kosten noch das Auslastungsrisiko. Mehdorn hingegen will die Kontrolle behalten: "Wer sonst kann mir die Sicherheit, Geschwindigkeit und Pünktlichkeit meiner Züge garantieren", argumentiert er. Anfang September soll nach Angaben des Blattes in einem Arbeitskreis eine Lösung gesucht werden.

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