Pressebericht
Wertpapieraufsicht prüft Banken wegen Kurspflege

Oft bewegten sich die Konsortialbanken am Rande der Kursmanipulation, so der Vorwurf.

adx HAMBURG. Das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) will die Beeinflussung von Aktienkursen durch Konsortialbanken stärker kontrollieren und im Einzelfall einschreiten. "Wir denken zurzeit darüber nach, wie wir die zunehmende Kursbeeinflussung durch die Institute einschränken können", sagte ein Sprecher des Amtes gegenüber der "Welt am Sonntag". Vor allem kurz nach einem Börsengang sei Kurspflege zwar zulässig, häufig bewegten sich die Banken danach aber am Rande der Kursmanipulation. "Möglicherweise verstoßen manche Häuser deshalb gegen das Börsengesetz", meinte der Sprecher.

Diese Woche war bekannt geworden, dass die Deutsche Bank als Konsortialführer beim Börsengang von Borussia Dortmund Aktien im Wert von knapp 20 Mill. Mark gekauft hat und damit mehr als zehn Prozent am Grundkapital des Fußballclubs hält. "Eine gewisse Kurspflege ist absolut üblich", heißt es nicht nur bei der Deutschen Bank. Ob beim Börsengang von T-Online, comdirect oder der dritten Tranche der T-Aktie - nach Brancheninformationen kauften die Konsortialbanken besonders bei Aufsehen erregenden Emissionen zum Verkauf angebotene Aktien im größeren Stil auf, und stemmten sich damit gegen den drohenden Kursverfall.

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