Presseberichte
Bank Berlin: Bilanzen nicht geschönt

Die Bankgesellschaft Berlin hat den Vorwurf der Bilanzschönung durch das Magazin "Der Spiegel" zurückgewiesen.

rtr BERLIN. Zu dieser Darstellung erklärte die Bank am Freitag: "Das ist schlichtweg Unsinn, und auch in der zugespitzten Darstellung in der Ihnen bekannten Vorabmeldung nicht korrekt." Das Magazin hatte zuvor unter der Überschrift "Berliner Bankgesellschaft rechnete Bilanz schön" berichtet, in der Bilanz des Instituts schlummerten erhebliche Risiken. Dabei berief sich das Magazin auf einen Prüfbericht der PWC Deutsche Revision zum Abschluss 2001. So habe die Bank seit 1998 gut eine Milliarde Euro in Investmentfonds angelegt, deren Marktwert zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2001 aber 286 Mill. ? unter dem Buchwert gelegen habe. Abgeschrieben worden sei dieser Betrag aber nicht.

Die Bankgesellschaft erklärte zu dem genannten Vorgang, da es sich hier um ein langjähriges und nachhaltiges Engagement gehandelt habe, habe zum damaligen Zeitpunkt trotz des Wertverlustes kein Abschreibungsbedarf vorgelegen. Der Konzernvorstand werde sich mit diesem Thema aber spätestens zum Ende des laufenden Jahres beschäftigen, wenn man zu dem Ergebnis komme, dass die Wertminderung nachhaltiger und langfristiger Natur sei. Im Übrigen bilanziere die Bank insbesondere vor dem Hintergrund ihrer Sanierung und der risikobehafteten Vorgänge in der Vergangenheit "realistisch und kritisch". Der für das Controlling zuständige Bankvorstand Norbert Pawlowski sagte dem "Tagesspiegel" laut Vorabbericht: "Wir werden zum Jahresende überprüfen, ob unsere langfristigen Erwartungen mit den Perspektiven am Aktienmarkt noch übereinstimmen."

Die Zeitung berichtete vorab aus ihrer Samstagausgabe, der Wertverlust des Aktienpaketes habe sich Ende Juli auf 472 Mill. ? belaufen. Diese gehe aus einem bankinternen Bericht vor, der dem "Tagesspiegel" vorliege. Die Verluste hätten die Bank nicht belastet, weil sie die Wertpapiere im Anlagevermögen geführt habe. Die Bankgesellschaft bestätigte dies. Man habe die Wertpapiere im Anlage- und nicht im Umlaufvermögen geführt, da es sich um ein langfristiges Investment handele. Zum genannten Verlust von 472 Mill. ? äußerte sich die Bank nicht.

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