Presseschau
„Benennung Palins ist ein Glücksspiel“

Die Nominierung von Sarah Palin als Vizekandidatin von John McCain hat Politiker und Beobachter gleichermaßen überrascht. Die Reaktion der Medien ist überwiegend positiv – dennoch melden sich auch Kritiker mit gewichtigen Argumenten zu Wort.

So schreibt etwa die britische konservative Zeitung „The Times“ am Samstag: „Ziel ist es, die Stimmen von einigen enttäuschten weiblichen demokratische Wählern zu gewinnen. Auch wenn sie andere Ansichten haben, werden viele amerikanische Frauen von der Aussicht begeistert sein, dass eine arbeitende Mutter das zweitwichtigste Amt im Land bekommen könnte. Aber es ist auch ein Glücksspiel. Ist sie schon soweit, Wladimir Putin oder Hu Jintao gegenüberzusitzen - mit 44 Jahren, nach einer knapp zweijährigen Amtszeit als Gouverneurin und bis 2006 als Teilzeit-Bürgermeisterin einer kleiner Stadt in Alaska?

Die niederländische Zeitung „De Volkskrant“ sieht die Nominierung als Warnung an den demokratischen Kandidaten Obama: „Alles in allem können die Demokraten mit ihrem Parteikongress zufrieden sein. Harmonie und Optimismus waren die vorherrschenden Eindrücke. Es gab exzellente Reden und emotionale Höhepunkte, darunter der vielleicht letzte öffentliche Auftritt von Edward Kennedy. Barack Obama hat bei seiner Schlussrede in der einzigartigen Atmosphäre eines Sportstadions den richtigen Ton gefunden, leidenschaftlich wie stets hat er über seine Mission gesprochen, aber auch konkreter und kämpferischer als früher. Diese besondere Entschlossenheit wird wohl auch nötig sein in der Endphase des Wahlkampfes, denn mit seiner überraschenden Wahl von Sarah Palin als Vize-Präsidentschaftskandidatin hat John McCain unterstrichen, dass er ein gefährlicherer Gegner ist, als die Demokraten dies möglicherweise gedacht haben.“

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