Pressestimmen
„Auf Wiedersehen, Deutschland!“

Nach dem „Wunder von Wien“ träumt die österreichische Presse vom zweiten Cordoba und überschüttet die deutsche Nationalmannschaft mit Häme. Auch von den Kroaten gab es Hohn und Spott: „Die Deutschen kapitulieren. Auf Wiedersehen, Deutschland!“, titelte die Sporttageszeitung Sportske Novosti. Die Pressestimmen.

Kroatien - Deutschland 2:1 (1:0)

Österreich

Österreich: "Kroaten vernichten die Deutschen mit 2:1. Der große Favorit muss jetzt gegen uns zittern. Kroaten schießen Piefke ab. Danke, Kroatien! Jetzt bitte ein 2. Cordoba."

Kronenzeitung: "Selbsternannter Favorit von den Kroaten abgeschossen. Alle Deutschen von der Rolle. Das hochmütige Deutschland kassierte schon im zweiten Euro-Spiel die erste Niederlage."

Kurier: "Sensation - deutsche Badegäste am Wörthersee. Die Titelaspiranten wurden von entfesselten Kroaten auf den Boden der Realität geholt. Schweinsteiger, Löws letzte Hoffnung, schmiss die Nerven weg, kassierte Rot. Hat den Deutschen irgendein Ungustl vor dem Spiel das Salatdressing mit Narkotika versetzt? Oder waren die feinen Herren auf der Fanmeile zum Komatrinken unterwegs?"

Die Presse: "Kroatien ist der neue Geheimfavorit."

Standard: "Kroatischer Strich durch deutsche Rechnung. Die nach dem Polen-Match so hoch eingeschätzten Deutschen verloren nicht nur ihre zweite Partie, sondern gegen Ende auch die Nerven."

Kroatien

Sportske Novosti: "Magisch! Die Deutschen kapitulieren. Auf Wiedersehen, Deutschland! Ein fantastisches Kroatien besiegt die mächtige Elf. Nun bleiben wir bis zum Schluss. Das war wieder das gute, alte Kroatien."

Jutarnji List: "Vastic schießt Kroatien ins Viertelfinale! Ihr könnt bis zum Ende bleiben! Die größte europäische Fußball-Nation wurde gestürzt. Aus den "Bilic-Boys" sind an diesem Abend in Klagenfurt Männer geworden. Bilic hat seinen großen Gegenspieler Joachim Löw taktisch ausgetrickst."

Vecernji List: "Feuriger Wahnsinn - bis zum Schluss! Er ist ein tollkühner Typ, dieser Bilic. Nach der Hinkerei im Wiener Parter, als wir keinen einzigen Walzer-Takt lang getanzt haben, entschied sich dieser Rocker Fußball zu spielen. Andere hätten sich in einem Mauseloch verkrochen und nach Verteidigern gesucht, doch er hat in seinem Labor eine Lösung gegen das deutsche Mittelfeld gefunden. Vergesst den 4. Juli 1998 in Lyon, vergesst den 21. November 2007 in Wembley! Das Datum, an das man sich erinnern muss, ist der 12. Juni 2008. Davon wird noch lange erzählt werden."

Vjesnik: "Glänzende Kroaten deklassieren Deutschland erneut. Drei Wochen vor dem zehnjährigen Jubiläum des großartigen Sieges im WM-Viertelfinale 1998 hat Kroatien die Deutschen in Klagenfurt wieder demontiert. Deutschland hatte Glück, dass es mit einem Tor Rückstand davongekommen ist."

Schweiz

Blick: "Jetzt wird gejammert. Hoppla - Riesentöter Kroatien hat wieder zugeschlagen! Und jetzt muss Deutschland gegen Österreich zittern. Nach dem 2:0 zum Start gegen Polen hatten viele in Deutschland ihr Team schon als Europameister gesehen. Diese Haltung muss sich auch in den Köpfen der Spieler festgesetzt haben."

Berner Zeitung: "Rückschlag auf dem Weg zum Gipfel. Deutschland möchte Europameister werden. Doch schon im zweiten Spiel kam der Rückschlag - ein 1:2 gegen Kroatien, das nun als Gruppensieger feststeht."

Basellandschaftliche Zeitung: "Deutschland hat sein Deja-Vu. Kroatien besiegt den Titelfavoriten 2:1 und ist damit bereits Gruppensieger. Kroatien sorgte im elften Spiel der Euro 2008 für den ersten Sieg eines Außenseiters."

Tages-Anzeiger: "Kroatien bewies deutsche Tugenden. 2:1-Sieg über Deutschland, der gar hätte höher ausfallen können. Der Mannschaft von Joachim Löw droht nun ein Viertelfinale gegen Portugal."

Neue Zürcher Zeitung: "Der Favorit stolpert. Kroatien feiert bei der Euro den zweiten Sieg im zweiten Spiel und steht im Viertelfinale. Gegner Deutschland zeigte enorme Schwächen in der Defensive."

Österreich - Polen 1:1 (0:1)

Österreich

Österreich: "Elfer rettet uns: Das Wunder von Wien. Und jetzt besiegen wir die Deutschen! zehn Chancen vernebelt. Tor abseits. Elfer gerettet! Fußballgott hat uns erhört. Das Spiel der 100 Chancen - und des Wunders."

Kronenzeitung: "Vastic gleicht in der 93. Minute aus, großes "Finale" gegen Deutschland: Jetzt brauchen wir noch ein Cordoba! Vor dem Ende kam das Glück zurück! Der Traum lebt."

Kurier: "Die Erlösung. Im Prater blühen wieder die Träume. Finaler Motivationsschub im Krimi."

Die Presse: "Der Euro-Traum lebt weiter. Österreich kann Löw und Co. nach Hause schicken. Der alte Mann und der Elfer. Vastic als gefeierter Retter der österreichischen Fußball-Nation."

Standard: "Und am Ende kam der Alte. Es war der Abend der vergebenen Möglichkeiten. Dann kam Ivica Vastic und verwertete in der Nachspielzeit einen Elfer. Österreich quasi im Endspiel. Wien wird Cordoba. Und zwar: "Schalala lala!""

Schweiz

Blick: "Werfen Ösis Deutsche raus? Erst machte uns Österreich den Titel "Europameister der Pechvögel" streitig. Doch dann glich der Co-Veranstalter in der 93. Minute gegen Polen aus!"

Berner Zeitung: "Österreich jubelt in der Nachspielzeit. 24 Stunden nach dem Ausscheiden der Schweiz in der Nachspielzeit lachte dem anderen Euro-Gastgeber nach 90 Minuten das Glück."

Basler Zeitung: "Und am Ende kam der alte Mann. Österreich holt gegen Polen den ersten Punkt und hält sich die Viertelfinal-Chance offen."

Basellandschaftliche Zeitung: "Österreich hofft auf ein zweites Cordoba. Ivica Vastic rettet den Gastgebern mit einem verwandelten Elfmeter in der Nachspielzeit einen Punkt."

© SID

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