Prestigeobjekt und Schmuckstück
Frankreich sagt "adieu" zur Concorde

Frankreich nimmt schweren Herzens Abschied von dem Überschalljet Concorde. Der schneeweiße Vogel der französischen Fluggesellschaft Air France, der am Freitag zu seinem letzten Linienflug nach New York gestartet ist, landet am Samstag auf dem Pariser Flughafen Rossy-Charles-de-Gaulle.

HB/dpa PARIS. Air France stellt aus Rentabilitätsgründen den Betrieb des Jets zum 31. Mai ein. Eine Staffel von fünf Flugzeugen hat seit 27 Jahren täglich die Verbindung zwischen Paris und New York sichergestellt. Für die Franzosen war der elegante Vogel in erster Linie ein Prestige-Objekt. "Ich bin traurig, weil dieses französische Schmuckstück vom Himmel verschwinden wird", sagte die Sängerin Mireille Mathieu.

Die Fluggesellschaft hatte ihre Entscheidung gemeinsam mit dem britischen Partner British Airways bereits im April bekannt gegeben. Grund sei die sinkende Nachfrage und das Alter der Flugzeuge. Die sieben Concordes der britischen Staffel sollen Ende Oktober aus dem Verkehr gezogen werden. Rentabel war die Concorde kaum. Nach dem Absturz einer Air-France-Maschine im Juli 2000 mit 113 Toten bei Paris ging die Zahl der Passagiere weiter zurück.

Ein Nachfolger für den Jet, der als erstes Passagierflugzeug mit Überschallgeschwindigkeit flog, ist nach Angaben der Fluggesellschaften nicht geplant. Die fünf französischen Concordes sollen künftig in internationalen Museen zu sehen sein. Ein Exemplar geht für einen Euro an das Technikmuseum in Sinsheim in Baden- Württemberg.

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