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Preussag will italienischen Reiseveranstalter kaufen

Bislang war Italien ein weißer Fleck auf der Preussag-Karte, das soll sich jetzt ändern: Der Touristikkonzern plant den Einstieg bei Alpitour, einem der größten italienischen Reiseveranstalter, wie mehrere Nachrichtenagenturen erfahren haben wollen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Preussag spektakuläre Übernahmen vollzogen.

HB DÜSSELDORF. Die seit mehreren Monaten laufenden Gespräche mit Alitour seien bereits weitgehend abgeschlossen, heißt es. Preussag plane zunächst eine Minderheitsbeteiligung, die im Laufe der Zeit aufgestockt werden könne. Einzelheiten zu den Plänen wird Vorstandschef Michael Frenzel möglicherweise am Freitag vor der Hauptversammlung mitteilen.

Alpitour gehört seit wenigen Monaten vollständig der italienischen Holding IFIL der Fiat-Gründer-Familie Agnelli. Mit einem Umsatz von gut einer Milliarde Euro und 1,2 Millionen Reisenden war die Alpitour-Gruppe 2000 größter Reiseveranstalter in Italien. Im Januar hatte die IFIL für rund 200 Milliarden Lire (202 Millionen DM) sämtliche Anteile an dem Veranstalter übernommen.

Frenzel baut den ehemaligen Mischkonzern Preussag seit 1998 zu einem Tourismus-Riesen um. Mit Ausnahme von Italien ist das Unternehmen durch eigene Töchter oder Beteiligungen an Gesellschaften in allen wichtigen Ländern Europas vertreten. Erst im vergangenen Jahr übernahm das Unternehmen die britische Thomson Travel, außerdem stieg man bei dem französischen Marktführer Nouvelles Frontieres ein. Damit ist Preussag zum weltgrößten Touristikkonzern aufgestiegen. In Italien und Spanien ist Preussag mit seiner größten Touristiktochter TUI bislang noch nicht oder nur schwach vertreten. In Spanien waren Gespräche mit dem dortigen Marktführer Viajes Marsans vor wenigen Monaten gescheitert.

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