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Prica-Treffer beschert Rostock zweiten Auswärtssieg

Der FC Hansa Rostock hat die „Rote Laterne“ in der Fußball-Bundesliga an den Hamburger SV weiter gereicht und den VfL Bochum in große Nöte gestürzt.

dpa BOCHUM. Der FC Hansa Rostock hat die "Rote Laterne" in der Fußball-Bundesliga an den Hamburger SV weiter gereicht und den VfL Bochum in große Nöte gestürzt.

Die Mecklenburger, die zuvor vier von fünf Spielen in Bochum gewannen, setzten sich mit 1:0 (0:0) bei der Revier-Elf durch und feierten schon ihren zweiten Auswärtssieg der Saison. Vor 24 900 Zuschauern im Bochumer Ruhrstadion erzielte Rade Prica den Siegtreffer für den FC Hansa in der 75. Minute. Die enttäuschenden Bochumer warten damit weiterhin auf den ersten Heimsieg der Saison.

"Das war ein wichtiger und auf Grund der Torchancen auch verdienter Sieg für uns. Bochum ist für uns wohl ein gutes Pflaster", sagte Hansa-Coach Juri Schlünz, dessen Team zuletzt vor acht Jahren beim VfL verlor. Bochums Trainer Peter Neururer meinte: "Es wird jetzt Zeit, dass der Knoten endlich platzt."

Mit einer radikalen Umstrukturierung seines Teams wollte Juri Schlünz die positive Wende beim FC Hansa schaffen. Der Trainer veränderte seine Elf auf gleich fünf Positionen und schickte in Marcus Allbäck, Rade Prica und Antonio di Salvo erstmals drei Angreifer auf das Feld. Die offensive Ausrichtung deutete sich zu Beginn der Partie an, als Thomas Rasmussen und di Salvo (7./8.) nacheinander an Bochums Torhüter Rein van Duijnhoven scheiterten. Mittelfeldspieler Joakim Persson vergab in der 24. Minute eine weitere gute Chance für Rostock.

Die Bochumer, bei denen Peter Madsen nach sechswöchiger Verletzungspause wieder mitwirken konnte, fanden nur selten ihren Rhythmus. Außer einem Distanzschuss von Thomas Zdebel (10.) und einem Heber von Dariusz Wosz (20.) hatten die Gastgeber an Torgefahr allerdings zunächst wenig zu bieten. Trotz der Bemühungen und Ideen von Spielgestalter Wosz sowie der größeren Spielanteile drangen die VfL-Stürmer selten gefährlich in den Rostocker Strafraum ein. Die Mecklenburger hingegen nutzten vor allem die Unsicherheit in der Bochumer Hintermannschaft und hätten noch vor der Pause durch David Rasmussen (38.), di Salvo (42.) oder Prica (44.) in Führung gehen können.

Nach dem Wechsel erhöhten die Gastgeber ein wenig den Druck, blieben in der Abwehr aber weiterhin anfällig. Vratislav Lokvenc und Tommy Bechmann hatten zwei gute Möglichkeiten für den VfL, doch die defensive Dreierkette der Rostocker bewährte sich auch in dieser Situation. Mit zunehmender Spieldauer beschränkten sich die Gäste auf ihre Verteidigungskünste und hatten in der 68. Minute Glück, als erneut Lokvenc aus kurzer Entfernung den Ball nicht im Tor unterbringen konnte. Die Entscheidung fiel nach 75 Minuten, als der Schwede Prica Bochums Torhüter van Duijnhoven mit einem überraschenden Distanzschuss überwandt und seinem Team damit drei Punkte bescherte.

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