"Price-Cap"-Verfahren: Post nennt Bericht über Porto-Senkung Spekulation

"Price-Cap"-Verfahren
Post nennt Bericht über Porto-Senkung Spekulation

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) und die Deutsche Post AG haben einen Zeitungsbericht als Spekulation bezeichnet, wonach angeblich das Briefporto gesenkt werden soll. Eine Sprecherin der Behörde sagte auf Anfrage am Montag, dass das Verfahren zur Berechnung des Preisniveaus für den Postmarkt zwar eingeleitet sei, derzeit aber noch keine Aussagen über das Ergebnis möglich seien.

Reuters FRANKFURT. Ein Post-Sprecher sagte auf Nachfrage, dass man keinen Spielraum für Preissenkungen sehe. Das "Handelsblatt" hatte in seiner Montagsausgabe ohne konkrete Quellenangabe berichtet, dass die RegTP das Preisniveau im Postmarkt senken wolle. Das verspreche sich die Behörde vom so genannten Price-Cap-Verfahren, mit dem sie das Briefporto auf den Prüfstand stellen wolle, schreibt das Blatt.

"Das Preis-Cap-Verfahren läuft derzeit noch", sagte die Behörden-Sprecherin. Man könne auch noch nicht mitteilen, wann es abgeschlossen sein werde. Deshalb ließen sich noch keine Ergebnisse im Hinblick auf das Briefporto formulieren. Alles andere sei Spekulation. Beim Preis-Cap-Verfahren werden die Einzelpreise der Postprodukte mit den Mengen gewichtet und so ein Preisniveau berechnet.

"Es besteht derzeit kein Spielraum für Preissenkungen", sagte indes der Post-Sprecher. Seit 1989 sei das Porto im Briefbereich konstant geblieben. Lediglich der Preis für die Standardbriefe sei 1997 auf 1,10 DM von einer Mark erhöht worden. Der Bericht sei spekulativ.

Das Handelsblatt berichtet unter Berufung auf den Vizepräsidenten der Behörde, Gerhard Harms, dass die Entscheidung über Kriterien für das Price-Cap-Verfahren zur Preisermittlung kurz vor dem Abschluss stünden. Einiges deute auf eine Preissenkung hin, hieß es in dem Artikel weiter. Jüngst hatte dem Bericht zufolge bereits Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) eine Senkung des Portos in Aussicht gestellt. Im Gespräch sei eine Senkung beim Standardbrief um 0,10 DM auf 1 DM gewesen. Allein damit würde der Umsatz der Post im Briefbereich von 11,7 Mrd. ? mit rund 1 Mrd. ? belastet, schreibt das Blatt weiter.

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