Primary in New Hampshire: Die Nacht der Comeback-Kids

Primary in New Hampshire
Die Nacht der Comeback-Kids

Es war der Abend der Comeback-Kids in New Hampshire: Denn mit John McCain und Hillary Clinton siegten zwei Kandidaten, die zu jeweils anderer Zeit bereits aufgegeben waren. Obama hat dagegen einen Dämpfer erhalten. Aber noch schlimmer trifft es einen Republikaner.

MANCHESTER/NEW HAMPSHIRE. Noch vor wenigen Monaten hatte niemand auf John McCain gewettet, dass er in New Hampshire seinen Erfolg aus dem Jahr 2000 wiederholen könnte. Und nur Stunden vor Öffnung der Wahllokale hatte kaum jemand geglaubt, dass Hillary Clinton in New Hampshire Erfolg haben könnte. Eigentlich sollte sie erneut von der Sympathiewelle für Barack Obama hinweggespült werden. Doch McCain und Clinton lagen am Ende vorn.

Während sich der Sieg für McCain in den letzten Umfragen bereits abgezeichnet hatte, waren die Beobachter von der Rückkehr von Hillary doch ziemlich überrascht. Nur kurz vor der Wahl war Hillary mit zum Teil zweistelligen Zahlen hinter Obama geführt worden. Die Senatorin aus New York konnte offenbar in letzter Minute noch die Stimmung zu ihren Gunsten drehen. Aus dem Hillary-Lager hieß es, wäre noch etwas mehr Zeit gewesen, dann wäre der Vorsprung noch größer ausgefallen.

Für die Clinton-Kampagne, die in den letzten Tagen kräftig durchgeschüttelt wurde, ist der Erfolg ein Beweis, dass die Kurskorrektur funktioniert. Hillary hatte sich in ihren letzten Auftritten mehr von ihrer menschlichen Seite gezeigt, hatte sich deutlich mehr Zeit genommen, um auf die Fragen der Bürger einzugehen und hatte zudem pointiert auf die Unterschiede zwischen ihr und ihren Rivalen Barack Obama hingewiesen.

Als Hillary nach einer langen Nacht ohne klaren demokratischen Sieger schließlich gegen 23 Uhr an der Southern New Hampshire University in Manchester an das Mikrofon trat, fiel die Anspannung sichtlich von ihr ab. Die 60-Jährige hatte in den Tagen seit der Auftaktniederlage von Iowa letzte Woche eine emotionale Berg- und Talfahrt erlebt. Bei einem Auftritt in Portsmouth in New Hampshire am Montag stockte ihr für kurze Zeit gar die Stimme und die Augen füllten sich mit Tränen. Hillary Clinton wirkte verwundet wie dies in Jahren nicht mehr zu erleben gewesen war. Als sie sagte: Hier in New Hampshire „fand ich meine Stimme wieder“ brandete riesiger Applaus auf.

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