Privatanbieter verbuchen größeren Anteil am Bruttowerbeumsatz
Renaissance der Radiostationen

ddp HAMBURG. Radiowerbung gewinnt nach Ansicht der Hamburger Vermarktungsgesellschaft Radio Marketing Service (RMS) wieder an Bedeutung gegenüber Werbung in anderen Medien. Mit einem Anteil von 6,0 Prozent (1998: 5,6 Prozent) an den Bruttowerbeaufwendungen der Firmen in Deutschland sei der Rundfunk im vergangenen Jahr das einzige Medium gewesen, das Marktanteile hinzu gewinnen konnte, sagte RMS-Geschäftsführer Matthias Wahl am Mittwoch in Hamburg. Von dieser Steigerung hätten die Privatradios mit einer Steigerungsrate von 17,8 Prozent deutlich stärker profitiert als die öffentlich-rechtlichen Anstalten. Deren Wachstum habe 1999 mit 6,6 Prozent nur knapp über dem Wachstum des Gesamtmarkts gelegen.

RMS hat den Angaben zufolge bei der nationalen Vermarktung seiner 145 privaten deutschen Partnersender 1999 den Umsatz um 22,5 Prozent auf 737,5 Millionen Mark gesteigert. Der Gesamtumsatz sei um 18,5 Prozent auf 1,1 Milliarden Mark gestiegen. Damit habe RMS erstmals die Milliardengrenze überschritten. Einen Hauptgrund für das Wachstum sieht der RMS-Chef darin, dass gerade Großkunden in ihren Werbestrategien zunehmend auf eine Mix verschiedener Medien setzen. Außerdem zeige sich hier ein Erfolg der 30 Millionen Mark teuren Werbekampagne von 1999, die auch in diesem Jahr mit weiteren 20 Millionen Mark fortgesetzt werden solle.

Für das laufende Jahr erwartet Wahl eine weitere Öffnung der Schere zwischen Privaten und Öffentlich-Rechtlichen bei den Werbeumsätzen. Von Januar bis Juni 2000 sei der Werbeaufwand im Radio um insgesamt 13,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen.

Dabei sei der Anteil der Privatradios um 19,4 Prozent gewachsen, während die Öffentlich-Rechtlichen nur um 1,7 Prozent zugelegt hätten

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