Privatanleger nutzten Abendhandel
Deutsche Börse hält trotz Kritik an Abendhandel fest

Die Deutsche Börse AG will trotz Kritik aus Bankenkreisen den Abendhandel am deutschen Aktienmarkt nicht verkürzen. "Wir haben nicht die Absicht, die Handelszeiten zu verändern", sagte Börsen-Sprecher Frank Hartmann am Donnerstag. An der vor 15 Monaten eingeführten Verschiebung des Handelsendes um zweieinhalb Stunden auf 20.00 Uhr werde sich nichts ändern.

dpa-afx FRANKFURT. Die "Börsenzeitung" hatte am Donnerstag berichtet, der Abendhandel stoße angesichts magerer Umsätze zunehmend auf Kritik. Dabei zitierte das Blatt mehrere Banker. Zwischen größeren Banken habe es deshalb informelle Gespräche über den Sinn des Abendhandels gegeben. Von einem fairen und stabilen Markt könne angesichts der dünnen Umsätze nicht die Rede sein, schreibt die "Börsenzeitung" unter Berufung auf mehrere Bankhäuser.

Etwa 15 % des Handelsumsatzes entfällt nach Angaben von Börsen-Sprecher Hartmann auf den Handel nach 17.30 Uhr. "Besonders Privatanleger nutzen die Chance des Abendhandels", sagte Hartmann. Ablesen lasse sich das an "den vielen kleinen Orders".

Den Vorwurf von "Zufallskursen" wies Hartmann zurück. Eine erst kürzlich veröffentlichte Studie von Deutscher Börse und Handelsüberwachungsstelle (HÜST) habe gezeigt, dass sich die Preisqualität vor und nach 17.30 Uhr "nicht unterscheidet".

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