Privatanleger wehren sich
Vorteile für institutionelle Anleger

Der Initiativkreis Privatanleger an der Stuttgarter Börse hat verlangt, dass bei einer Aktien-Neuemission weiterhin die üblichen Studien von Analysten und Konsortialbanken als Orientierungshilfe zur Verfügung stehen.

 

dpa STUTTGART. Damit wende sich der Initiativkreis gegen die Pläne der Deutschen Börse AG in Frankfurt/Main, den Verkaufsprospekt zur Haupt-Informationsquelle zu machen, hieß es in einer Stellungnahme des Gremiums vom Donnerstag in Stuttgart.

Während dieser so genannten Stillhalteperiode bei einem Börsengang sollen vier Wochen vor Beginn der Zeichnungsfrist bis maximal 30 Tage nach der Erstnotiz der Aktie keine Informationen herausgegeben werden, die nicht im Börsenzulassungsprospekt enthalten sind. Der Initiativkreis sieht jedoch das Ziel der Regelung verfehlt, eine Gleichbehandlung der Anleger zu erreichen.

"In Wirklichkeit werden hier unter dem Deckmantel der Gleichbehandlung institutionelle Anleger bevorzugt", kritisierte Andras Willius, Vorstandsmitglied der Stuttgarter Börse. Man könne davon ausgehen, dass Informationen vor einem Börsengang institutionellen Anlegern eher zugänglich seien als Privaten. Dies zeigten Erfahrungen in den USA, wo solche Vorschriften bereits in Kraft seien.

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