Privatbanken Bethmann und Maffei werden fusioniert
Hypo-Vereinsbank ordnet Vermögensmanagement neu

Zwei weitere traditionsreiche Privatbanken in Deutschland verlieren ihre formale Eigenständigkeit. Im Zuge der Neuordnung ihres Vermögensmanagements fusioniert die HypoVereinsbank ihre Privatbanken Bethmann und Maffei.

HB MÜNCHEN. Der Zusammenschluss solle noch in diesem Jahr erfolgen, sagte HypoVereinsbank-Vorstand Stefan Jentzsch am Donnerstag in München. Die Schließung einzelner Standorte sei nicht ausgeschlossen, Arbeitsplätze könnten wegfallen. In den kommenden Jahren will die HypoVereinsbank ihr Geschäft mit dem Vermögensmanagement nahezu verdoppeln.

Die Bethmann Bank mit Sitz in Frankfurt hat rund 220 Mitarbeiter, das Münchner Bankhaus Maffei etwa 70 Beschäftigte. Ob die neue Bank Bethmann-Maffei oder Maffei-Bethmann heißen wird, steht noch nicht fest. Aus einer Fusion war 1998 beispielsweise auch die Privatbank Hauck & Aufhäuser entstanden.

Die HypoVereinsbank hatte Anfang des Jahres die Betreuung wohlhabender Privatkunden und das Vermögensmanagement im neuen Geschäftsfeld Wealth Management zusammengeschlossen. Jentzsch hat ehrgeizige Wachstumsziele. "Die Vermögensverwaltung ist weiterhin ein attraktiver Markt", sagte er mit Blick auf die derzeitige Krise der Kapitalmärkte. Langfristig werde der Markt um jährlich 10 bis 14 Prozent wachsen, die HypoVereinsbank wolle ihren Konkurrenten dabei zusätzliche Marktanteile abjagen.

Das insgesamt von der HypoVereinsbank verwaltete Vermögen soll so bis 2004 von zuletzt 150 auf 250 bis 300 Milliarden Euro wachsen. Dabei sollen die verwalteten Gelder in der privaten Kundenbetreuung von 50 auf bis zu 150 Milliarden Euro zulegen. Auch bei Publikums- und Spezialfonds will die HypoVereinsbank wachsen. Durch diese Zuwächse und die Nutzung von Synergien will Jentzsch das Ergebnis des Bereichs von 100 auf 200 Millionen Euro verdoppeln. "Das würde der Bedeutung des Geschäftsfelds entsprechen", sagte Jentzsch. In kleinerem Umfang seien auch Stellenstreichungen geplant. Das Geschäftsfeld hat 2000 Mitarbeiter. Auch bei den beiden Privatbanken, die zusammengeschlossen werden, werden wohl Arbeitsplätze wegfallen. Details wollte Jentzsch aber nicht nennen.

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