Private legen antizyklisch an
Vermögen der Aktienfonds ist geschrumpft

Der starke Kursrückgang an den Börsen im vergangenen Jahr hat auch im internationalen Fondsgeschäft seine Spuren hinterlassen.

pk FRANKFURT/M. Zwar stieg das verwaltete Fondsvolumen in 2001 weltweit um 2,2 % auf rund 12,9 Bill. Euro. Das Plus relativiert sich jedoch, wenn man die anhaltende Schwäche des Euro gegenüber dem Dollar berücksichtigt. Währungsbereinigt ergab sich nämlich ein Minus von 0,6 % bei den Anlagevolumina. Das geht hervor aus einer Analyse der Fondsgesellschaft DWS, die zur Deutsche Bank-Gruppe zählt.

Die Baisse an den Weltbörsen habe sich dabei unterschiedlich ausgewirkt. Länder wie Großbritannien und die USA mit einem traditionell hohen Anteil an Aktienfonds seien stärker betroffen gewesen. Andereseits hätten die Anleger antizyklisch in Fonds investiert, so dass ein Teil der Rückgänge bei den Fondsvermögen kompensiert worden sei.

Der europäische Fondsmarkt schrumpfte laut DWS in 2001 um 0,9 % auf 3,986 Bill. Euro. Dabei schichteten die Anleger massiv zwischen den verschiedenen Fondsangeboten um. Während das Vermögen in Aktienfonds per Saldo um 13,4 % auf 1,4 Bill. Euro sank, stiegen die Volumina in Geldmarktfonds um 27,2 % auf knapp 528 Mrd. Euro sprunghaft an. Rentenfonds verzeichneten einen Zuwachs um 12,9 % auf 926 Mrd. Euro.

Insgesamt dominierten die Aktienfonds aber mit 43 % nach wie vor die Fondsdepots der Privatanleger in Europa. In Deutschland verringerte sich das Fondsvermögen um 3,7 %. Die Zahl der Aktienfondsbesitzer nahm trotz der schwachen Kurse an den Börsen von 8,4 auf 9,8 Millionen zu.

Für die Zukunft sieht die DWS eine Reihe von Wachstumsimpulsen. Dazu zähle auch die wachsende Bedeutung der privaten Altersvorsorge. Außerdem gebe es etwa gegenüber den USA noch Nachholbedarf. Dort liegt das Pro-Kopf-Fondsvermögen bei 28 410 Euro (35 % davon sind Altersvorsorgepläne), während Deutschland nur auf 4 657 Euro kommt.

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