Privates Internet-Surfen am Arbeitsplatz
Die Internet-Steuer am Arbeitsplatz ist nicht vom Tisch

Der Bund werde jetzt auf die Länder zugehen und eine praktikable Lösung suchen.

dpa BERLIN. Die Besteuerung von Arbeitnehmern für das private Internet-Surfen am Arbeitsplatz ist doch noch nicht vom Tisch. Das bestätigte eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums am Freitag auf Anfrage. Der Bund werde jetzt auf die Länder zugehen und eine praktikable Lösung suchen. Diese solle "einerseits nicht der Internet-Verbreitung im Wege stehen, andererseits Steuergerechtigkeit walten lassen", bestätigte die Sprecherin einen Bericht der "Financial Times Deutschland".

Der Fiskus, der bereits den "geldwerten Vorteil" für privates Telefonieren am Arbeitsplatz besteuert, müsse auf steuerliche Gleichstellung beim Internetsurfen achten. In diesem Rahmen unversteuert blieben jährlich 50 DM. Wegen dieser Bagatellgrenze für die Besteuerung so genannter geldwerter Vorteile aus betrieblichen Sonderleistungen der Betriebe (zum Beispiel verbilligter Einkauf für Betriebsangehörige) werde es für die meisten Arbeitnehmer nicht zur Mehrbelastung kommen. Das Thema soll nun bei der nächsten Sitzung der Steuerreferatsleiter von Bund und Ländern im September erörtert werden.

Erst Mitte vergangenen Monats hatte das Finanzministerium erste Überlegungen zur Besteuerung als Meinung der Beamten zurückgewiesen. Daraufhin erklärte auch Kanzleramtschef Hans Martin Bury, solche - vom Ministerium inzwischen zurück gezogenen - Pläne seien "politisch nicht abgestimmt" gewesen. Die private Nutzung des Internet im Betrieb bleibe steuerfrei, versprach Bury.

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