Privatisierung verschiebt sich auf Grund Kandidatenmangels
Vivendi allein an Maroc-Telekom-Beteiligung interessiert

vwd/apa PARIS. Der französische Mischkonzern Vivendi Universal SA, Paris, hat als einziges Unternehmen ein Angebot für die Übernahme von 35 % des Kapitals der staatlichen marokkanischen Telefongesellschaft Telecom Maroc eingebracht. Dies berichtet die französische Wirtschaftstageszeitung "Les Echos" in der Donnerstagausgabe. Telecom Maroc ist einer der beiden Mobilfunkbetreiber in dem nordafrikanischen Königreich.

Der Preis für die Transaktion wurde von der marokkanischen Regierung mit umgerechnet 2,1 Mrd Euro beziffert. Der ehemalige französische Monopolbetrieb France Telecom SA, Paris, erklärte gegenüber "Les Echos", dass er nicht an dem Wettbewerb teilgenommen habe, "um unsere Verschuldung nicht weiter anzuheben".

Wenig Interesse für Beteiligung an Marokkos Telekommunikation

Die französische Zeitung zitiert weiter das marokkanische Wochenmagazin "La vie economique", wonach die Privatisierung auf Grund dieses Kandidatenmangels auf das nächste Jahr verschoben werden könnte. Die ursprünglich im vergangenen Juni geplante Transaktion war bereits auf Dezember vertagt worden. Nach Angaben des marokkanischen Magazins haben sich Telecom Italia Spa, Rom und Telenor AS, Oslo, aus dem Rennen zurückgezogen.

Offiziell hatte sich etwa ein halbes Dutzend Interessenten für die Beteiligung an Maroc Telecom gemeldet. Unter anderen war von British Telecom plc, London, SBC Communications Inc, San Antonio, Bell Atlantic sowie der Swisscom AG, Bern, die Rede. Maroc Telecom erzielte 1999 einen Nettogewinn von 234 Mill. $.

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