Privatisierungen sollen vorangetrieben werden
Türkei erhält voraussichtlich IWF-Kredite von 10 Mrd. Dollar

Die von einer Bankenkrise erfasste Türkei wird vom Internationalen Währungsfonds (IWF) voraussichtlich Zusagen für Hilfskredite von insgesamt zehn Mrd. $ erhalten. Am türkischen Aktienmarkt stieg der richtungweisende ISE National-Index nach Bekanntwerden der Nachricht deutlich an.

Reuters WASHINGTON/ANKARA. Die von einer Bankenkrise erfasste Türkei wird vom Internationalen Währungsfonds (IWF) voraussichtlich Zusagen für Hilfskredite von insgesamt zehn Mrd. $ erhalten. Die Türkei werde einschließlich älterer Kreditzusagen insgesamt zehn Mrd. $ erhalten, hieß es in einer Erklärung von IWF-Direktor Horst Köhler. Die Summe teile sich auf in 7,5 Mrd. $ Sonderziehungsrechte sowie in ungefähr 2,9 Mrd. $ Fazilitäten aus dem bereits bestehenden IWF-Bereitschaftskreditprogramm von vier Mrd. $.

Der türkische Ministerpräsident Bülent Ecevit hatte zuvor angekündigt, die Privatisierung von Turk Telekom und der türkischen Fluggesellschaft Turkish Airlines voranzutreiben. Für beide Konzerne werde am 14. Dezember eine Versteigerung ausgeschrieben. Köhler begrüßte die Ankündigung von Ministerpräsident Bülent Ecevit. "Der umfassenden Katalog von Zusatzschritten zeigt die Entschlossenheit und Führungskraft bei der Überwindung der gegenwärtigen wirtschaftlichen und finanziellen Probleme", sagte Köhler.

Am Aktienmarkt stieg der richtungweisende ISE National-Index nach Bekanntgabe der möglichen Kreditzusage um gut acht Prozent, nachdem er am Vortag schon fast 20 % zugelegt hatte.

Befürchtungen über die Stabilität des türkischen Bankensektors hatten in der Türkei in der vergangenen Woche eine Liquiditätskrise ausgelöst. Mehrere Banken waren unter Zwangsverwaltung gestellt worden. Gegen einige laufen Untersuchungen wegen möglicher krimineller Machenschaften.



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