Privatkunden stehen im Geschäftsfokus
Mobilfunkanbieter Quam will Einheitstarif anbieten

Der neu auf dem deutschen Mobilfunkmarkt agierende Anbieter Quam will zu seinem Marktstart Ende November einen Einheitstarif für alle Handy-Verbindungen in andere Mobilfunknetze anbieten.

Reuters MÜNCHEN. Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Quam, Ernst Folgmann, sagte am Montag in München, im Gegensatz zu den am Markt befindlichen Konkurrenten werde Quam einen einheitlichen Tarif für alle Mobilfunkgespräche anbieten. Dabei sei egal, welches Mobilfunknetz der Kunde anrufe. Der Preis wird nach seinen Worten unter dem Durchschnitt der gegenwärtigen Preisspanne für Handy-Gespräche von 0,39 und 1,89 DM. "Der Einheitspreis wird sicherlich näher an 0,39 DM als an 1,89 DM liegen", sagte Folgmann.

Quam ist die Mobilfunkmarke des Anbieterkonsortiums Group 3G der spanischen Telefonica und der finnischen Sonera . Quam hat in Deutschland bislang keine Kundenbasis und will eigenen Angaben zufolge spätestens Ende November mit der Vermarktung von eigenen Mobilfunkdiensten über eigene Geschäfte und indirekten Vertrieb beginnen. Details zu den voraussichtlich angebotenen Dienstleistungen wollte Quam-Chef Folgmann noch nicht nennen.

Die Mobilfunkdienste von Quam werden über das GSM-Mobilfunknetz des drittgrößten Mobilfunknetzbetreibers in Deutschland, E-Plus abgewickelt, da Quam lediglich ein eigenes UMTS-Mobilfunknetz aufbauen will. Die Mobilfunkdienste von Quam werden im Telefonnummer-Bereich 0150 angeboten.

In der ersten Phase des Marktauftritts will sich Quam nach Folgmanns Worten zunächst auf Privatkunden konzentrieren. Diesen wolle man wie in der Branche üblich Verträge mit zweijähriger Laufzeit und im voraus zu bezahlende Telefonkarten (Prepaid) anbieten. Später würden dann auch die Geschäftskunden angegangen, da die eigene Marktforschung dort eine "Unterversorgung" festgestellt habe. Insbesondere wolle Quam kleine Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern und den Mittelstand als Kunden gewinnen. Die Marke Quam solle als sympathisch, hochwertig und "nah am Leben" vermarktet werden.

In den nächsten fünf Jahren strebt Quam früheren Angaben zufolge auf dem deutschen Mobilfunkmarkt mit seinen dann sechs Anbietern einen Marktanteil von mindestens 10 % an. Ein kurzfristiges Kundenziel wollte Quam-Chef Folgmann nicht nennen. Eine Quam-Sprecherin sagte, man sei schon zufrieden, wenn man unzufriedene Kunden der anderen Mobilfunkanbieter gewinnen könne.

Die ursprünglichen Investitionskosten von 6,2 Mrd. Euro bis 2010 haben sich Folgmann zufolge für Quam inzwischen deutlich reduziert. Außer Einsparungen in Höhe von rund 40 % durch Netzwerk-Kooperationen und gemeinsamen Netzaufbau mit E-Plus verzeichne man auch Einsparungen durch gesunkene Kosten für die Netzwerkausrüstung. Auch die angestrebte paneuropäische Kooperation mit anderen Gesellschaften des Konsortiums Telefonica/Sonera werde noch weitere Einsparungen bringen.

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