Privatsender haben bei Werbung enthaltenden Programmen die Nase vorn
ARD hat weiter die meisten Radiohörer

Deutschlands Radios spielen am häufigsten die öffentlich-rechtlichen Radioprogramme. Nach der Media-Analyse 2000 hören 32,93 Mill.Menschen täglich einen der ARD-Sender.

ap FRANKFURT. Die Radiohörer in Deutschland schalten weiterhin am häufigsten die Programme der ARD-Sender ein. Nach der am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichten Media-Analyse 2000 hören an einem durchschnittlichen Werktag 32,93 Mill., das sind 51,6 % aller Erwachsenen ab 14 Jahren, eines der 58 öffentlich-rechtlichen Radioprogramme, wie die ARD mitteilte. Die kommerziellen Programme kommen auf 30,39 Mill. Hörer (47,6 %). Allerdings haben die rund 180 Privatsender die Nase vorn bei den Werbung ausstrahlenden Programmen. Diese erreichen 10,45 Mill. Hörer pro Stunde, die 36 Werbung enthaltenden Radiowellen der ARD 8,73 Mill..

Nach der Media-Analyse 1999 hatten die ARD-Sender noch 34,60 Mill. Hörer und damit 1,67 Mill. mehr, während die Privatprogramme auf 27,53 Mill. kamen und damit in diesem Jahr einen Zuwachs um 2,86 Mill. verzeichnen. Die Zahlen können jedoch nicht direkt verglichen werden, weil eine neue Erhebungsmethode angewandt wurde.

An die Stelle der Befragung, bei der Interviewer mit einem Fragebogen von Haus zu Haus gingen, ist ein Computer-gestütztes telefonisches Befragungsverfahren getreten, das Computer Assisted Telephone Interviewing (CATI). Dabei wählt der Computer die Telefonnummern nach dem Zufallsprinzip aus. Dadurch würden mehr jüngere Radiohörer, mehr Personen mit Abitur und Hochschulabschluss und eine größere Genauigkeit erreicht, hieß es.

Die ARD hob einen "bemerkenswerten Zuwachs" der Kultur- und Informationsprogramme hervor. Diese erreichten 4,32 Mill. Hörer und damit 960 000 mehr als 1999. Der ARD-Vorsitzende Peter Voß wies darauf hin, "dass ohne die ständige aufwendige Pflege durch die ARD Radio-typische Kunstformen wie das Hörspiel in Deutschland längst ausgestorben wären."

Die Zahl der täglichen Radiohörer ist nach der neuen Erhebungsmethode um drei Prozent auf 79,6 % gesunken. Damit werden alle Hörer erfasst, die mindestens 15 Minuten lang ein Programm gehört haben. Danach ist zurzeit radio NRW mit 4,143 Mill. das meistgehörte Programm, gefolgt von Radio Kombi Baden-Württemberg mit 3,120 Mill., WDR4 mit 2,967 Mill., Bayern-Funkpaket mit 2,585, Eins Live (WDR) mit 2,577, NDR1 - Radio Niedersachsen mit 2,521, SWR3 mit 2,417, Bayern 1 mit 2,333, Antenne Bayern mit 2,316, WDR2 mit 2,142, Hit Radio FFH mit 2,130, NDR2 mit 2,116 und Bayern 3 mit 2,110.

Die Erhebungen werden von der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse vorgenommen. Mitglieder sind Unternehmen der deutschen Werbewirtschaft, rund 100 Agenturen und Werbungtreibende, 130 Verlage, Hörfunk- und Fernsehsender sowie Vermarkter.



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