Pro Kopf wurden mehr als 300 Mark ausgegeben
Militärausgaben stiegen 2000 weltweit um 2,3 Prozent

Die weltweiten Militärausgaben sind einer Studie zufolge im vergangenen Jahr um 2,3 % gestiegen. Wie das Stockholmer Internationale Friedensforschungsinstitut (Sipri) am Mittwoch in ihrem Jahresbericht bekannt gab, stiegen die Ausgaben auf 789 Mrd. Dollar (etwa 1,8 Bill. DM). Dies entspreche 2,5 % des weltweiten Bruttoinlandsprodukts oder rund 300 DM pro Erdbewohner.

rtr STOCKHOLM. "Ein Jahrzehnt nach dem Ende des Kalten Kriegs wandelt sich die Abnahme der Militärausgaben in eine Zunahme um", teilte das Institut mit. "Militärausgaben steigen und Rüstungsfirmen werden größer und stärker."

Im Jahr 1998 hatten die Rüstungsausgaben dem Sipri zufolge ihren Tiefpunkt nach dem Ende des Kalten Kriegs erreicht. Die Zunahme seitdem gehe hauptsächlich auf größere Ausgaben in den USA und Russland sowie in Afrika und Asien zurück. Von den weltweiten Aufwendungen entfielen 37 % auf die USA, was deren Status als einzige verbliebene Supermacht wiederspiegle. Im Zeitraum von 1999 bis 2000 hätte die USA ihre Verteidigungsausgaben um 2,3 % erhöht. Russlands Ausgaben seien im selben Zeitraum um 44 % oder 13 Mrd. Dollar gestiegen. Der Zuwachs in Afrika habe 37 % und in Asien 23 % betragen.

Weiterhin gäbe es in Afrika und Asien die meisten bewaffneten Konflikte, heißt es in dem Bericht. Jedoch sei die Zahl der Konflikte im vergangenen Jahr von 27 auf 25 gefallen. Dies liege unter dem Durchschnittswert der Zeit nach dem Kalten Krieg, der ebenfalls 27 betrage.

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