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Pro-Sieben legen trotz schlechter Zahlen zu

Die Aktien der Pro-Sieben-SAT.1 Media haben am Mittwoch nach Veröffentlichung der Quartalszahlen zugelegt, obwohl Händler und Analysten den Vorsteuergewinn als "enttäuschend" bezeichneten.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien des Medienunternehmens stiegen bis 11.30 Uhr um 0,91 % auf 6,56 ?, nachdem die Anteilscheine an den drei Tagen zuvor gefallen waren. Der MDax legte zugleich um 0,50 % auf 4 215,40 Punkte zu.

Analysten konnten sich die Kursgewinne kaum erklären. Schließlich brach das Vorsteuer-Ergebnis im Konzern in den ersten neun Monaten laut Mitteilung um 47 % auf 34,6 Mill. ? ein. "Vielleicht haben einige Investoren mit noch schlechteren Zahlen gerechnet", sagte ein Analystin. Der Umsatzrückgang um 4,5 % auf 1,42 Mrd. ? habe im Rahmen der Erwartungen gelegen.

Offenbar nutzten Anleger den niedrigen Kurs zum Einstieg. So hat das Papier noch Ende Juli bei knapp 17 ? notiert. Zudem ist Pro-Sieben-SAT.1 Media nach Meinung von Analysten unter den deutschen Medienwerten das Unternehmen mit der größten Substanz.

Analysten machten die schwachen Werbeumsätze für die niedrigen Gewinne verantwortlich. Die Terroranschläge in den USA hätten neben der lahmenden Konjunktur für einen Einbruch der Werbeeinnahmen geführt. Allein in der ersten Woche nach den Terroranschlägen in New York und Washington musste die Gruppe nach eigenen Angaben Werbestornierungen in Höhe von rund 15 Mill. ? hinnehmen.

Wegen der vielen Sondersendungen nach den Terroranschlägen seien in der Folge auch viele "Blockbuster" nicht gesendet worden. Dies seien Spielfilme, bei denen man mit hohen Zuschauerzahlen und einem hohen Werbeinteresse rechnet, hieß es. Vor allem Versicherungen, Fluggesellschaften und Touristikunternehmen stornierten nach Angaben des Unternehmens ihre Aufträge.

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