Pro Sieben Sat.1
Kommentar: Kirch-Senderfamilie unter Erfolgsdruck

hps/tel HB Optimismus pur hatte Urs Rohner seit Jahresanfang versprüht: Trotz Flaute im Werbemarkt werde man über dem Markt wachsen. Einen Umsatzzuwachs von bis zu 8 % hielt er für die Pro Sieben Sat.1 Media AG für machbar. Obwohl Rohner bei der Präsentation der Quartalszahlen in dieser Woche einen Umsatzrückgang und einen Ergebniseinbruch verkünden musste, glaubt er weiter an eine Umsatz- und Ergebnissteigerung im zweistelligen Prozentbereich. Die soll dann vor allem im zweiten Halbjahr realisiert werden.

Rohner steht unter Druck. Wenn der anvisierte Börsengang von Kirch Media ein Erfolg werden soll, muss die von Rohner geleitete Tochter gute Zahlen vorlegen. Um der Pro Sieben Sat.1-Aktie wieder Phantasie zu verleihen, plant Rohner Insidern der Branche zufolge den Einstieg in die Euvia Media AG - die Holding des TV-Shopping-Konzerns Hot Networks, die den defizitären Minisender TM 3 zum Gewinn bringenden Live-Fernsehen umbaut und einen Reise-TV-Kanal entwickeln wird. Das könnte der ProSieben Sat.1-Aktie langfristig nützen, glauben Analysten. Im Jahr 2000 hatte die Senderfamilie mit einem Umsatz von 2,155 Milliarden Euro und einem Ergebnis vor Steuern von 205 Millionen Euro ein Rekordjahr verbucht. Die Integration von Sat.1 hatte im letzten Jahr 28 Millionen Euro gekostet In diesem Jahr wird das Ergebnis mit 15 Millionen Euro belastet.

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