Probanden wurden per Zufallsverfahren ausgewählt
Jeder 20. Proband hatte unbemerkten Herzinfarkt

Jeder 20. Mensch im Ruhrgebiet zwischen 45 und 75 Jahren hat einen unbemerkten Herzinfarkt gehabt. Das ist das vorläufige Ergebnis einer der bundesweit größten Herz-Kreislauf- Studien, wie die Universität Essen-Duisburg am Donnerstag mitteilte.

HB/dpa ESSEN. Bislang wurden dazu den Angaben zufolge 4 000 Menschen über 45 Jahren nach einem Zufallsverfahren repräsentativ für die Bevölkerung von Essen, Mülheim und Bochum ausgewählt. Bei Risikofaktoren wie Rauchen und Übergewicht lägen die Probanden im oberen Bundesdurchschnitt, hieß es. Häufig seien sich die Betroffenen jedoch eines Risikos gar nicht bewusst.

Wie aktuelle Auswertungen der Studie zeigen, hätten 5 Prozent der Teilnehmer in der Vergangenheit bereits einen Herzinfarkt erlitten, den sie aber selber nicht bemerkten. In diesem Fall sprechen Mediziner von einem "stummen" Infarkt. Im Rahmen der "Heinz Nixdorf Recall Studie" sollen bis zum Juli insgesamt 4 550 Menschen untersucht werden. Sie werden während der folgenden fünf Jahre regelmäßig nach ihrem Gesundheitszustand befragt.

Die Studie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Duisburg-Essen, Köln, Düsseldorf und Witten-Herdecke. Ziel ist es, die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verbessern und gleichzeitig neue Erkenntnisse über deren Entstehung zu gewinnen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland.

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