Proben von zwei Biohöfen positiv
Nitrofen-Weizen auch in Nordrhein-Westfalen

Auch in Nordrhein-Westfalen ist mit dem verbotenen Unkrautvernichtungsmittel Nitrofen verseuchtes Tierfutter gefunden worden.

wiwo ap PADERBORN. Wie der Landkreis Paderborn am Freitag mitteilte, wurden in drei von sieben untersuchten Proben Nitrofenkonzentrationen des acht- bis zehnfachen des zulässigen Grenzwertes festgestellt. Es handele sich um Öko-Putenendmastfutter als auch um Schweinemastfutter und ein Ökoergänzungsfuttermittel, erklärte eine Sprecherin der Kreisbehörde. Die Futtermittel stammten von zwei Biohöfen, die bereits am vergangenen Samstag gesperrt worden waren, nachdem Lieferungen des belasteten Ökoweizens bekannt geworden waren.

Die gelagerten Futtermittelbestände waren sichergestellt worden. Sie würden nun umgehend vernichtet, erklärte die Sprecherin. Mit den Ergebnissen von Fleischproben, die zur Zeit im staatlichen Veterinäruntersuchungsamt in Detmold überprüft würden, sei im Laufe der nächsten Woche zu rechnen. Bis zum Vorliegen dieser Ergebnisse bleiben beide Betriebe weiterhin gesperrt. Die Sperrung bedeutet, dass weder Produkte aus eigener Erzeugung noch Tiere, die mit dem weizenhaltigen Ökofutter gefüttert worden sind, gehandelt werden dürfen.

Nach Angaben des Düsseldorfer Umweltministeriums dürfte das belastete Futter wahrscheinlich ebenfalls von der niedersächsischen Futtermittelfirma GS agri stammen, die als Verursacher des Skandals verdächtigt wird. Der Kreis sei dabei, die Herkunft genau zu prüfen, sagte die Sprecherin in Paderborn.

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