Probleme bei Betonzusatzmittel
EU erlaubt RAG-Konzern die Degussa-Übernahme

Der Bergbau- und Technologiekonzern RAG darf den Spezialchemie-Hersteller Degussa übernehmen. Die Europäische Kommission in Brüssel genehmigte den Verkauf der Degussa AG an die RAG nach eigenen Angaben vom Montagabend mit bestimmten Auflagen. So muss die RAG ihre Anlagen für die Herstellung des Betonzusatzmittels Naphtalinsulfonat verkaufen. Das hatte die RAG angeboten, um wettbewerbsrechtliche Bedenken der Brüsseler Behörde gegen die Übernahme von Degussa auszuräumen.

dpa/HB BRÜSSEL. "Die Prüfung der Kommission ergab, dass die Zusammenlegung der Tätigkeiten von RAG und Degussa zu einer beherrschenden Stellung im Bereich der Betonzusatzmittel führen würde", teilte die Behörde von Wettbewerbskommissar Mario Monti mit. Diese Stoffe beeinflussen die Fließfähigkeit und den Wassergehalt von Beton und bewirken, dass der Baustoff besser verarbeitet werden kann.

Die RAG habe angeboten, diesen Geschäftsbereich einschließlich der dazu gehörigen Fabriken in Italien, Spanien und Deutschland zu verkaufen. So könne ein neuer Wettbewerber entstehen, um Degussa als unabhängigen Lieferanten zu ersetzen, erklärte die Kommission nach sechswöchiger Prüfung. Mehrheitsaktionär der Degussa war mit 64,5 Prozent der Düsseldorfer Mischkonzern Eon, hieß es weiter.

Für das laufende Geschäftsjahr 2002 erwartet Deutschlands drittgrößter Chemiekonzern einen Umsatz von etwa 11 Milliarden Euro. Degussa produziert unter anderem Chemikalien für Tiernahrung, Wäscheweichspüler und Reifen.

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