Probleme in den USA spitzen sich zu
Autoindustrie möchte Entlassungen vermeiden

Trotz der ernst zu nehmenden Warnsignale aus den USA blickt die deutsche Automobilindustrie mit Optimismus in das neue Jahr. "Ich halte eine Pkw-Produktion in der Nähe von fünf Millionen zum vierten Mal in Folge für möglich", sagte Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), dem Handelsblatt.

hz/zel HB DÜSSELDORF. Die Zahl der in Deutschland neu zugelassenen Pkw dürfte 2001 im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 100 000 auf 3,4 Millionen Fahrzeuge steigen.

Positive Auswirkungen auf die Zahl der Arbeitsplätze werde dies jedoch nicht haben. Der VDA-Präsident erwartet, dass der Beschäftigungsaufbau der vergangenen Jahre in der deutschen Automobilindustrie beendet ist. "Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten hoffen wir, die Zahl der Beschäftigten in der Summe stabil halten zu können", sagte Gottschalk.

In den USA verstärken sich die Anzeichen für eine deutliche Abschwächung der Automobilkonjunktur. Die Ford Motor Company, zweitgrößter Fahrzeughersteller der Welt, hat eine Gewinnwarnung für das vierte Quartal dieses Jahres ausgesprochen und kürzt erneut die Produktionspläne für die ersten drei Monate des kommenden Jahres. Vor zwei Wochen hatte Ford bereits das erste Mal seine Produktionszahlen zurückgenommen.

Jetzt rechnet Ford lediglich mit 1,05 Millionen gefertigten Autos. Anfang Dezember standen noch 1,3 Millionen Fahrzeuge in den Büchern. "Es ist offensichtlich, dass sich das Wachstum der US-Wirtschaft verlangsamt, und Umfragen zur Verbraucherstimmung deuten auf geringere Konsumausgaben hin", sagte Martin Inglis, Ford-Vizechef für Nordamerika.

Daimler-Chrysler drohen anhaltende Schwierigkeiten durch das schwache US-Geschäft des Chrysler-Konzernteils. Möglicherweise wird der deutsch-amerikanische Automobilkonzern im nächsten Jahr zusätzliche Rückstellungen für neue Verluste von Chrysler bilden müssen.

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