Probleme mit Statistik
Chinas Wirtschaft um 7,3 Prozent gewachsen

Trotz des weltweiten Konjunktureinbruchs ist Chinas Wirtschaft im vergangenen Jahr um 7,3 % gewachsen. Doch erreichte das Wachstum im vierten Quartal nur noch 6,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, berichtete der Leiter des Staatlichen Statistikamtes, Zhu Zhixin, am Donnerstag auf seiner jährlichen Pressekonferenz in Peking.

dpa PEKING. Die heimische Nachfrage, die durch massive Staatsausgaben angekurbelt wird, sei der Hauptmotor des chinesischen Wirtschaftswachstums.

Zhu Zhixin räumte Unregelmäßigkeiten in Chinas Statistikwesen ein. In mehr als 60 000 Fällen seien Zahlen über- oder untertrieben, verspätet oder nicht geliefert worden. In 19 000 Fällen davon seien Strafen verhängt worden. Auch räumte der Statistikchef ein, dass eine Kluft zwischen höheren Zahlen der Provinzen über ihr Wachstum und seinen landesweiten Angaben besteht. Grund seien verschiedene Erhebungsverfahren. Die Kluft werde aber kleiner. Trotz allem äußerte er seine Zuversicht in die Daten des Statistikamtes.

"Die chinesische Wirtschaft hat weiterhin ein anhaltendes und gesundes Wachstum fortgesetzt." In diesem Jahr stehe sie gleichwohl einer "noch düsteren und schlechteren globalen Situation" gegenüber, sagte Zhu Zhixin. Er hoffe, dass sich die weltwirtschaftliche Lage in der zweiten Jahreshälfte verbessere. Mit 7,3 % Wachstum lag China im vergangenen Jahr über der Vorgabe der Regierung von 7 %, aber unter den 8 % des Vorjahres. Das Bruttoinlandsprodukt erreichte 9 593,3 Mrd. Yuan (1341 Mrd. Euro).

Die Anlageinvestitionen seien im vergangenen Jahr um 12,1 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Einzelhandelsumsätze für Verbrauchsgüter hätten um 10,1 % zugenommen. Importe und Exporte seien um 7,5 % auf 509,8 Mrd. $ gewachsen. Die Importe hätten im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs um 8,2 % auf 243,6 Mrd. $, die Exporte um 6,8 % auf 266,2 Mrd. $ erreicht.

Die realisierten ausländischen Direktinvestitionen seien um 14,9 % auf 46,8 Mrd. $ gestiegen, die Devisenreserven um 46,6 Mrd. auf 212 Mrd. $. Die verfügbaren jährliche Pro-Kopf-Einkommen in den Städten hätten real um 8,5 % auf 6860 Yuan (958 Euro) zugenommen. Auf dem Land sei das Netto-Einkommen eines Haushalts real um 4,2 % auf 2 366 Yuan (330 Euro) gestiegen. Die Verbraucherpreise hätten um 0,7 % zugenommen.

Die Getreideernte habe um 2,1 % im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Als Grund gab der Statistikchef schwere Dürre in verschiedenen Gebieten und Veränderungen der Anbauflächen an.

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