Problemfall zentraler Einkauf
Porst-Franchisenehmer wollen weitermachen

Die rund 300 Franchise-Partner des zahlungsunfähigen Fotofilialisten Photo Porst haben sich für eine rasche Rettung des traditionsreichen Unternehmens ausgesprochen.

dpa SCHWABACH/LUDWIGSHAFEN. Photo Porst mit seinen rund 200 eigenen Filialen sei im Kern gesund, leide aber seit Jahren unter den hohen Betriebskosten, sagte der Vorsitzende des Franchisepartner-Interessenverbandes (IPA), Michael Krämer, am Dienstag in Ludwigshafen.

Nach Krämers Einschätzung muss vor allem die Photo Porst-Zentrale in Schwabach erheblich verschlankt werden. "Auf dem Firmenparkplatz haben mir schon immer zu viele Autos gestanden", sagte der Betreiber von zwei Foto-Geschäften in Ludwigshafen. Auch das Zentrallager von Photo Porst sei verzichtbar, unterstrich Krämer. Zudem arbeiteten nicht alle Filialen rentabel.

Auch nach dem Insolvenzantrag laufe der Verkauf in den Photo Porst-Geschäften normal weiter, sagte Krämer. Auch die direkt zu Photo Porst gehörenden rund 200 Filialen hatten am Dienstag wieder geöffnet, nachdem sie am Montag zunächst wegen "Inventur" geschlossen waren.

Krämer sagte, die Franchise-Nehmer profitierten nun davon, dass die Bilderentwicklung schon seit längerer Zeit der Photo Porst- Partner Kodak übernommen hatte. Problematisch sei, dass die Franchise-Partner mit der Insolvenz zunächst den bislang von Photo Porst abgewickelten zentralen Einkauf verlören. Hier müsse rasch eine Lösung gefunden werden, wenn sich das Insolvenzverfahren in die Länge ziehen sollte. "Es kann ja nicht sein, dass jetzt jeder der rund 300 Photo Porst-Franchiser seine eigenen Verhandlungen mit dem Foto-Großhandel führt", gab der IPA- Vorsitzende zu bedenken.

Zum Konkursverwalter hat das Nürnberger Amtsgericht inzwischen den Nürnberger Anwalt Siegfried Beck bestellt. Beck hat nach Angaben von Photo Porst am Dienstag mit dem bisherigen Vorstand über die aktuelle Situation des Unternehmens beraten. Unterdessen sollen sich noch am Tag des Insolvenzantrags erste Übernahme-Interessenten bei Photo Porst-Vorstandschef Patrick Palombo gemeldet haben.

Das zum Digital- Fotodienstleister PixelNet gehörende Unternehmen hatte am Vortag beim Amtsgericht Nürnberg einen Insolvenzantrag gestellt.

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