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Procter & Gamble: Überraschend starke Quartalszuwächse - Ausblick bestätigt

Der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P & G) hat im Ende September abgelaufenen ersten Geschäftsquartal seine Ergebnisse auch dank Veräußerungsgewinnen unerwartet deutlich gesteigert.

dpa-afx CINCINNATI. Der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P & G) hat im Ende September abgelaufenen ersten Geschäftsquartal seine Ergebnisse auch dank Veräußerungsgewinnen unerwartet deutlich gesteigert. Zudem bestätigte die Gesellschaft am Mittwoch in Cincinnati ihren Ausblick für das Geschäftsjahr 2004/05.

Der Gewinn je Aktie wuchs im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 0,73 Dollar je Aktie, wie P & G meldete. Von First Call/Thomson Financial hatten lediglich mit 0,72 Dollar je Aktie gerechnet. Der Überschuss kletterte um 14 Prozent auf 2,0 Mrd. Dollar. Er sei vor allem wegen höherer Absätze und der Trennung vom Saftgeschäft gewachsen, meldete Procter & Gamble. Letztere habe das Ergebnis je Aktie um 0,02 Dollar je Titel erhöht. Marketingausgaben auch für neue Produkte hätten den Zuwachs dagegen etwas geschmälert. Der Quartals-Umsatz kletterte um 13 Prozent auf 13,74 Mrd. Dollar. Analysten hatten 13,65 Mrd. Dollar vorhergesagt.

Dem Konsumgüterkonzern kamen im Berichtzeitraum auch Währungseffekte wegen des schwachen Dollars zugute. Procter & Gamble bezifferte die positive Auswirkung der starken Währungen Euro, Pfund und Yen auf den Gesamtumsatz mit drei Prozent. Allerdings mache der Gesellschaft auch der Preisdruck in bestimmten Branchen zu schaffen. Dies habe die Erlöse um ein Prozent geschmälert. Beispielsweise reagiere P & G in Europa mit niedrigeren Preisen auf die zunehmende Stärke von Billiganbietern.

Alle Regionen hätten aber den Umsatz zumindest im Einklang mit langfristigen Zielen erhöht. Der organische Umsatz, der Akquisitionen, Veräußerungen oder Währungseffekte im Jahresvergleich beiseite lasse, habe im Berichtzeitraum um sechs Prozent zugelegt. "Wir hatten einen guten Start in das Geschäftsjahr, ungeachtet des gestiegenen Preisdrucks bei Gebrauchsgütern oder aggressiver Ausgaben von Konkurrenten", sagte P & G-Chef Alan George Lafley. Angesichts der Breite und Stärke der P & G-Produktpalette könne der Konzern auf ein weiteres Jahr über den langfristigen Vorgaben hoffen.

Prognose

Für das laufende zweite Geschäftsquartal (Oktober-Dezember) fühlt sich Procter & Gamble nach eigenen Angaben "wohl" mit den derzeitigen Analysten-Schätzungen, auch in einem von steigenden Kosten gekennzeichneten Umfeld. Der Umsatz dürfte vor vor allem wegen des anhaltend starken Wachstums in Entwicklungsmärkten um fünf bis sieben Prozent steigen. Währungseffekte würden dazu leicht beitragen, während unter anderem der Preisdruck etwas auf den Erlösen lasten werde.

Im gesamten Geschäftsjahr 2004/05 (Ende Juni) erwartet der Konsumgüterhersteller ein Erlösplus am oberen Ende seiner langfristigen Ziele von vier bis sechs Prozent. Hier seien Währungseffekte außer acht gelassen. Branchenexperten prognostizieren im Schnitt einen um 6,75 Prozent auf 54,88 (Vorjahr: 51,41) Mrd. Dollar steigenden Jahresumsatz. Für das laufende zweite Geschäftsquartal lautet ihre Prognose 13,97 Mrd. Dollar - ein Plus von etwa 5,7 Prozent zum Vorjahr (13,22 Mrd Dollar).

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