Prodi-Liste bleibt unter Erwartungen
Berlusconi muss Verluste hinnehmen

Herbe Verluste musste der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi bei der Europa-Wahl hinnehmen.

HB ROM. Seine Rechtspartei Forza Italia kam lediglich auf rund 21 Prozent und blieb damit um rund vier Punkte hinter dem Ergebnis von 1999. Das Mitte- Links-Bündnis um EU-Kommissionspräsident Romano Prodi wurde zwar mit 31 Prozent stärkste Kraft, blieb aber hinter den Erwartungen zurück. Allerdings gewann die Linke bei den gleichzeitig stattfindenden Kommunalwahlen ihre Hochburg Bologna zurück und schlug das rechte Lager bei der wichtigen Regionalwahl auf Sardinien. Entgegen dem Trend in anderen Ländern nahm die Wahlbeteiligung bei der Europawahl weiter zu. Sie lag bei fast 74 Prozent.

Berlusconi hatte vor der Abstimmung erklärt, sein Wahlziel sei 25 Prozent. Sein rechtsgerichteter Koalitionspartner Nationale Allianz legte auf 11,5 Prozent zu (1999: 10,3 Prozent), die christdemokratische UDC auf knapp 6 Prozent (2,6). Die Liga Nord schnitt mit rund 5 Prozent etwa gleich stark ab wie vor fünf Jahren. Das gab Innenministerium in Rom nach der Auszählung von über 99 Prozent der Stimmen bekannt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%