Produkte vernetzen
Sony kooperiert mit AOL und Nokia

Sony wird mit dem weltgrößten Onlinedienst AOL und dem bedeutendsten Handyhersteller Nokia zusammenarbeiten, um künftig all seine Produkte drahtlos miteinander zu vernetzen und in ein Hochgeschwindigkeitsnetzwerk einzubinden.

dpa-afx LAS VEGAS. Das kündigte Kunitake Ando, Präsident und Chief Operating Officer des japanischen Unterhaltungselektronikkonzerns am Montagabend (Ortszeit) auf der Computermesse Comdex in Las Vegas an.

Während Sony mit AOL bereits bei der Spielekonsole "Playstation 2" kooperiert, waren Nokia und Sony bislang strikte Wettbewerber. "Obwohl unser Gemeinschaftsunternehmen Sony Ericsson Mobile Communications und Nokia beim Geschäft mit Mobiltelefonen konkurrieren, arbeiten wir zusammen, weil wir die Bedeutung der Kompatibilität für unsere Kunden verstehen", sagte Ando.

Nokia und Sony wollen eine spezielle Software, eine so genannte Middleware, entwickeln, die eine technische Kommunikation zwischen verschiedenen Geräten möglich macht. Damit könnten etwa digitale Fotos, Videos oder Musikstücke zwischen Geräten unterschiedlicher Marken getauscht werden. Der gemeinsame Standard soll auch anderen Herstellern offen stehen.

Digitalisierte Ihnalte für unterschiedliche Endgeräte

Zusammen mit AOL will Sony eine breitbandige Infrastruktur entwickeln, die digitalisierte Inhalte auf unterschiedlichste Geräte bringen kann. So könnten über das Netz Filme abgerufen oder Fernschulungen mit Videoeinspielungen angeboten werden. "Konvergenz ist der Weg in die Zukunft, und die Zukunft ist nicht mehr weit entfernt", sagte AOL-Chef Steve Case über eine Videoleitung den Besuchern der Sony-Präsentation. "Das Ziel der Partnerschaft zwischen Sony und AOL ist es, das Einrichten eines Heim-Netzwerks so einfach zu machen wie die Bedienung eines Toasters."

In seiner "Keynote" demonstrierte Ando eine Reihe von drahtlos vernetzten Geräten, von einer futuristischen Armbanduhr mit Videotelefon bis hin zu Kleinstcomputern, die über eine neuartige Benutzerschnittstelle mit dem Codenamen "Feel" Daten austauschen können. "Feel" basiert auf dem Mobilfunkstandard Bluetooth. Weiterhin zeigte Ando den Prototypen eines Netzwerk-Servers für den Hausgebrauch, auf dem 1000 Gigabyte Daten gespeichert werden können - Platz genug für 450 DVD-Filme, 3000 Musik-CDs und über 6000 digitale Bilder.

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