Produkte wettbewerbsfähiger
Reuters Group zurück in der Erfolgsspur

Der britische Nachrichten- und Informationskonzern Reuters Group Plc hat trotz eines Rückgangs bei den Kernumsätzen im ersten Halbjahr 2003 deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Das Halbjahresergebnis übertraf die Erwartungen von Analysten deutlich. Reuters-Chef Tom Glocer zeigte sich mit Blick auf den operativen Gewinn zuversichtlich für das Gesamtjahr.

Reuters LONDON. Reuters erzielte in den ersten sechs Monaten einen Vorsteuergewinn vor Firmenwertabschreibungen und sonstiger einmaliger Kosten von 87 Mill. Pfund (123 Mill. ?) nach einem Verlust von zehn Mill. Pfund im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern am Dienstag in London mitteilte. Analysten hatten lediglich mit 42 Mill. Pfund gerechnet. Die operative Gewinnmarge der Kerngeschäfte übertraf mit 14,7 % sowohl die eigenen Vorhersagen als auch den Vorjahreswert deutlich.

Die regelmäßigen Umsätze in den Reuters-Kerngeschäften lagen im ersten Halbjahr mit knapp 1,26 Mrd. Pfund im Rahmen der Marktschätzungen. Reuters erzielt 93 % seiner Kernerlöse mit den so genannten regelmäßigen Einnahmen, bei denen das Unternehmen im Gesamtjahr 2003 einen Rückgang von nunmehr elf Prozent und damit im Rahmen der bisherigen Prognosen erwartet. Die regelmäßigen Einnahmen waren in den vergangenen Monaten vor allem auf Grund der Einsparungen im Bankensektor kontinuierlich zurückgegangen.

Der Konzernumsatz insgesamt ging im ersten Halbjahr um zwölf Prozent auf 1,62 Mrd. Pfund zurück, wobei die elektronische Handelsplattform Instinet einen Rückgang von neun Prozent auf 275 Mill. Pfund verbuchte.

Reuters-Chef Tom Glocer zeigte sich über die Entwicklung von Reuters im bisherigen Jahresverlauf sehr zufrieden. "Ich freue mich, über solide Ergebnisse in allen Konzernbereichen für das erste Halbjahr berichten zu können", betonte der Chief Executive Officer (CEO) in einer Pressemitteilung. Die Einnahmen in den Kerngeschäften bewegten sich im Rahmen der Erwartungen. Die operative Gewinnmarge habe dank eines disziplinierten Kostenmanagements sowie vorteilhafter Wechselkursentwicklungen über den bisherigen Zielsetzungen gelegen, betonte Glocer. "Wir erwarten nun, 2003 die Vorjahresmarge von 13,1 % zu übertreffen."

Obwohl die Marktbedingungen vor allem in Europa weiter hart seien, habe Reuters sichtbare Verbesserungen bei der Wettbewerbsfähigkeit seiner Produkte erzielt, sagte Glocer weiter. Der Konzern habe eine ganze Palette neuer Produkte auf den Markt gebracht und dafür namhafte Kunden gewinnen können.

Reuters erzielte im ersten Halbjahr auch deutliche Fortschritte bei den Kostenreduzierungen. Die Einsparungen lägen mit 30 Mill. Pfund deutlich über Plan, hieß es. Das Unternehmen hatte für 2003 im Rahmen des Restrukturierungsplans "Fast Forward" ein Einsparpotenzial von 45 Mill. Pfund vorgegeben, das nun jedoch auf 55 Mill. Pfund angehoben wurde. Im Gesamtjahr werde nunmehr mit Netto-Einsparungen von 55 Mill. Pfund gerechnet, sagte Glocer. "Wir haben immer noch eine weite Strecke vor uns", bekräftigte Glocer. "Aber ich bin zuversichtlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

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