Produktion identischer Lebewesen
Stichwort: Klonen

Als Klonen bezeichnen Wissenschaftler die Produktion identischer Lebewesen mit biotechnischen Methoden. Das ist bei Pflanzen und Tieren möglich. Im Fall des Klonschafs Dolly hatten schottische Forscher erstmals ein ausgewachsenes Säugetier auf diese Weise vermehrt.

HB/dpa HAMBURG. Bei der "Dolly-Methode" wird das Erbgut einer "erwachsenen", ausdifferenzierten Zelle eines Tieres wieder in einen Embryo-Zustand zurückversetzt. Genau diesen Schritt hielten die meisten Biologen früher für unmöglich. Zunächst hungern die Forscher dazu die Zellen aus. Danach wird das Erbmaterial der Zellen in die entkernte, unbefruchtete Eizelle eines zweiten Tieres eingebracht. Der so entstandene Embryo wird schließlich von einem dritten Tier ausgetragen. Das geborene Tier gleicht dem Gen-Spender. Das Herstellen von Klonmenschen ist in Deutschland und vielen anderen Ländern verboten.

In der Tierzucht wird das Klonen schon lange direkt im Embryostadium vorgenommen. Von den Zellen, die aus den ersten Teilungen der befruchteten Eizelle hervorgehen, kann sich jede zu einem vollständigen Tier entwickeln. Werden diese Zellen künstlich getrennt, entstehen gleichartige Nachkommen - wie es auf natürlichem Wege bei eineiigen Zwillingen der Fall ist.

Im Pflanzenreich ist Klonen sogar an der Tagesordnung - durch das Setzen von Stecklingen. Erdbeeren etwa "klonen" sich von Natur aus selbst, indem sie lange Triebe wachsen lassen, die sich neben der "Mutter" erneut in die Erde pflanzen: Ein neues Erbeersträuchlein mit identischem Erbmaterial entsteht.

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