Produktportfolio soll erweitert werden
W.O.M. will Vertriebsstruktur ausbauen

Das am 13. Juni an den Neuen Markt strebende Berliner Medizintechnikunternehmen W.O.M. World AG will mit dem frischen Kapital aus dem Börsengang vor allem seine Vertriebsstruktur ausbauen und sein externes Wachstum forcieren. "Beim externen Wachstum geht es uns allerdings mehr um die Übernahme von Produkten zur Erweiterung unseres Produktportfolios, als um Akquisitionen", sagte Vorstandschef Peter Wiest.

rtr FRANKFURT. "Durch den Börsengang können wir weitere finanzielle Mittel für Investitionen in unsere Vertriebskanäle genieren, um unsere Produkte besser zu platzieren". Unter Federführung der DG Bank sollen voraussichtlich vom 6. bis zum 11. Juni bis zu 2,53 Mill. Aktien des Herstellers von Geräten für die minimal invasive Chirurgie angeboten werden.

Jeweils 30 % des Emissionserlöses wolle Wiest in den Ausbau der Vertriebsstruktur und in das externe Wachstum investieren. Weitere 15 % seien für Investitionen in Forschung und Entwicklung, 15 % als Liquiditätsreserve und zehn Prozent zur Erweiterung der Produktionskapazitäten vorgesehen. Wiest zufolge hat WOM seinen Börsengang sorgfältig geplant. "Wir sind genau richtig aufgestellt für den Neuen Markt und haben solide Zahlen abzugeben."

Das 1974 gegründete Unternehmen hat sich nach Angaben Wiests auf drei Geschäftsbereiche konzentriert. In dem Bereich Flow&FluidWorld bietet WOM Flüssigkeitspumpen und Insufflatoren an, durch die mit Flüssigkeiten und Gasen die kontrollierte Ausdehnung von Körperhöhlen und damit der Raum für minimal invasive Operationen geschaffen wird. "Hier sind wir mit 50 % Marktanteil weltweit Markführer", sagte Wiest. Mit der mehrheitlichen Beteiligung an dem Kamera- und Monitorhersteller Lemke habe WOM sein Produktportfolio im November 2000 um den Bereich VisionWorld ergänzt. Hier biete WOM Lichtquellen, Kameras und Monitore für minimal invasive Eingriffe an. Im Geschäftsbereich LaserWorld, in dem Lasertechnologien für minimal invasive Eingriffe zusammengefasst seien, sei WOM seit 1999 mit der Tochtergesellschaft IBL vertreten.

Im Geschäftsjahr 2000 habe der Geschäftsbereich Flow&FluidWorld rund 74 %, der Bereich VisionWorld rund 18 % und das Segment LaserWorld sieben Prozent zum Gesamtumsatz von 23,6 Mill. ? beigetragen. Dabei handele es sich allerdings wegen der Bilanzierung nach US-Gaap um "Als-ob-Zahlen". "Im Bereich VisionWorld und LaserWorld soll der Umsatzanteil künftig deutlich ansteigen", sagte der Vorstandschef. Wiest verwies auf Studien, denen zufolge der Markt für Gerätetechnik für die minimal invasive Chirurgie bis zum Jahr 2005 ein Wachstum von weltweit jährlich fünf Prozent aufweist. Da WOM in Nischenmärkten vertreten sei, könne das Unternehmen sogar an Steigerungsraten von bis zu 25 % partizipieren.

Nach den Worten Wiests hat WOM keinen vergleichbaren Wettbewerber. "Wir haben ein Alleinstellungsmerkmal, da bei uns diese drei Bereiche aus einer Hand kommen. Das bietet in der Konzentration niemand an". Der Börsenaspirant ist Wiest zufolge in Deutschland bislang mit vier, in den USA mit einer Niederlassung vertreten. In absehbarer Zeit wolle WOM zudem eine Niederlassung im asiatischen Raum eröffnen. Hier seien Singapur und Hongkong im Gespräch. Wiest zufolge beläuft sich der Umsatzanteil aus dem Ausland auf 60 %, wovon der größte Beitrag aus den USA komme.

Nach Aussage Wiests strebt WOM im Geschäftsjahr 2001 einen Umsatz von 33,6 Mill. ? und ein zweistelliges Wachstum beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) an. Künftig wolle das Unternehmen wie in der Vergangenheit bei Umsatz und Ergebnis ein Wachstum von 25 % erzielen. 2000 habe die Gesellschaft mit mehr als 270 Mitarbeitern einen Umsatz von 23,6 Mill. ? und ein Ebit von 1,7 Mill. ? erwirtschaftet.

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