Prognos-Studie
Digitales Radio auf dem Vormarsch

Die Anzahl verkaufter Digital-Autoradios wird einer Studie der Schweizer Unternehmensberatung Prognos zufolge in den nächsten fünf Jahren auf eine Million steigen. Das digitale Radio werde sich in Deutschland damit mittelfristig durchsetzen und den analogen UKW-Hörfunk bis 2015 ablösen.

Reuters MÜNCHEN. "Die Zukunft des Radios ist digital", sagte Josef Trappel, Leiter des Bereichs Medien und Kommunikation bei Prognos, am Mittwoch in München. Noch hielten sich die Verbraucher bei der neuen Technologie zurück. Grund hierfür seien vor allem die hohen Preise für digitale Endgeräte von mindestens 400 Euro.

Um der Technik zum Durchbruch zu verhelfen, müssten zum einen günstigere Radiogeräte auf den Markt gebracht werden. Zum anderen müsse die Reichweite von derzeit 80 Prozent erhöht und der Bekanntheitsgrad der neuen Technologie durch gezielte Werbekampagnen verbessert werden. "Bisher kennen nur wenige das digitale Radio und seine Vorteile", sagte Trappel.

In die Forschung und Entwicklung des digitalen Hörfunks seien bisher rund 700 Millionen Euro geflossen. Dieses Geld sei richtig investiert worden und nicht wie von Kritikern behauptet in den Sand gesetzt, meinte Trappel. Die Studie ist Teil der "Prognos Media Reports" und wurde in Eigenregie ohne externen Auftraggeber erstellt.

Beim digitalen Radio lassen sich zusätzlich Bilder, Grafiken oder Texte via Rundfunk übermitteln. Als datenkommprimierendes Verfahren transportiert digitales Radio außerdem bis zu sieben Programme auf einer Frequenz und ist somit kostengünstiger. Ferner soll der Nutzer bei digitalen Radiosystemen zeitversetzt Programme abrufen und hören können.

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