Prognose angehoben.
SKW Trostberg setzt Wachstum fort

Das Unternehmen sieht sich für die Fusion mit Degussa-Hüls gut gerüstet.

Reuters TROSTBERG. Der Spezialchemie-Konzern SKW Trostberg sieht sich für die bevorstehende Fusion mit der Degussa-Hüls AG gut gerüstet. Das mehrheitlich zum Mischkonzern Eon gehörende Unternehmen hob am Dienstag seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das Jahr 2000 an, nachdem sich das Wachstum im zweiten Quartal in fast unverändertem Tempo fortgesetzt hatte. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) stieg im ersten Halbjahr um 19 % auf 408 (1999: 342) Mill. DM. Noch stärker legte der Umsatz des Konzerns zu, der um 27 % auf 4,047 (3,193) Mrd. DM kletterte. Die Fusionsvorbereitungen liefen nach Plan, erklärte das Unternehmen.

Umsatz und Ebita sollen in diesem Jahr stärker steigen als bisher erwartet. SKW Trostberg rechnet mit rund 7,5 Mrd. DM Umsatz und einem Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen auf den Firmenwert von 750 Mill. DM, was einer Umsatzrendite von zehn Prozent entspricht. Bisher war das Unternehmen von 7,2 bis 7,4 (1999: 6,9) Mrd. DM Umsatz und einem operativen Ebita von über 700 (640) Mill. DM ausgegangen. Im ersten Quartal waren das Ebita ebenfalls um 21 % und der Umsatz um 28 % gestiegen. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen auf den Firmenwert (Ebitda) wuchs im ersten Halbjahr um 21 % auf 602 (499) Mill. DM. Der SKW-Kurs legte am Dienstag um 0,9 % auf 6,80 Euro zu.

Eon hatte im Mai beschlossen, ihre Spezialchemietöchter SKW und Degussa-Hüls zur Degussa AG zu verschmelzen. Das Unternehmen soll spätestens Anfang 2001 an den Start gehen. Ende August soll das Umtauschverhältnis für die Aktien der beiden börsennotierten Firmen bekannt gegeben werden. Anfang September wird der Verschmelzungsbericht veröffentlicht, ehe die Degussa-Aktionäre am 20. Oktober und die SKW-Aktionäre am 24. Oktober auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über die Fusion entscheiden.

Für die anhaltend positive Entwicklung macht SKW Trostberg die gute Konjunktur und Wechselkursvorteile verantwortlich. Auch in Deutschland sei das Geschäft erfreulich verlaufen. Ohne Zu- und Verkäufe wäre der Konzernumsatz um elf Prozent gestiegen, um Struktur- und Wechselkurseffekte bereinigt um sechs Prozent. Von den Zukäufen profitierte vor allem der jüngste SKW-Bereich, die Performance-Chemie, die nach der Akquisition der US-Firma Witco ODG ihren Umsatz auf 756 (391) Mill. DM fast verdoppelte. Ihr Betriebsergebnis stieg um ein Drittel auf 90 (68) Mill. DM.

Mit 43 % vom Umsatz war die Bauchemie nach wie vor der größte Umsatzträger. Mit einem Umsatzzuwachs von 15 % auf 1,578 Mill. DM trug das Geschäft nach einem traditionell guten zweiten Quartal 167 (153) Mill. DM zum operativen Ergebnis bei. Die größte Gewinnsteigerung erwirtschaftete der Chemie-Bereich, der sein Betriebsergebnis um fast zwei Drittel auf 65 (40) Mill. DM steigerte.

76 % des Umsatzes erzielt SKW inzwischen im Ausland, die USA sind inzwischen größter Absatzmarkt. Investiert wurden im ersten Halbjahr 281 (586) Mill. DM, bis zum Jahresende sollen sich allein die Sachinvestitionen auf 400 Mill. bis 450 (1. Halbjahr: 201) Mill. DM summieren. Die Zahl der Mitarbeiter stieg bis Ende Juni im Vorjahresvergleich vor allem durch die Integration von Witco ODG um acht Prozent auf 18 471 Beschäftigte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%