Prognose bekräftigt
Rheinmetall steigert Ergebnis

Der Rüstungs- und Technologiekonzern Rheinmetall hat nach einem Gewinnzuwachs in den ersten neun Monaten seine Prognose bekräftigt, im Gesamtjahr ein höheres Jahresergebnis als im Vorjahr zu erzielen.

Reuters DÜSSELDORF. Vor allem wegen der Erlöse aus dem Verkauf der Elektronik Heimann Systems-Tochter werde der Ertrag in diesem Jahr deutlich besser ausfallen, teilte das in Düsseldorf ansässige Unternehmen am Donnerstag mit. Der Erlös aus dem Heimann-Verkauf werde im vierten Quartal berücksichtigt. Der Kaufpreis hatte 375 Millionen Euro betragen. 2001 hatte Rheinmetall einen Überschuss von 21 Millionen Euro erwirtschaftet.

Von Januar bis September 2002 erzielte Rheinmetall den Angaben zufolge einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 82 Millionen Euro nach 64 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz verbesserte sich im gleichen Zeitraum um acht Prozent auf 3,23 Milliarden Euro. Von den drei Geschäftsbereichen verzeichnete das Rüstungsgeschäft einen Verlust, die Sparte Automotive der Tochter Kolbenschmidt Pierburg einen Gewinnrückgang und die Elektronik-Sparte einen Gewinnzuwachs.

Im Geschäftsbereich Rüstung setzt Rheinmetall seine Erwartungen auf das vierte Quartal. Üblicherweise erziele dieser Bereich 40 Prozent des Jahresumsatzes in den letzten drei Monaten des Jahres. Ein Unternehmenssprecher begründete dies mit der Gewohnheit des Verteidigungsministeriums, das seine Aufträge meistens zum Jahresende vergebe. In der "Defence" genannten Sparte weist Rheinmetall im Zwischenbericht für die Zeit bis September einen um zwei Millionen Euro vergrößerten Verlust vor Steuern von 30 Millionen Euro aus. Der Umsatz stieg dagegen auf 1,0 (0,973) Milliarden Euro.

Während bei Flugabwehrsystemen, wehrtechnischer Elektronik, Waffen und Munition mehr umgesetzt wurde, ging der Umsatz im Geschäftsfeld Landsysteme, dazu zählen zum Beispiel Panzer, zurück. Diese Sparte dürfte in Zukunft aber durch die Entscheidung der Regierung gestärkt werden, die Entwicklung eines neuen Schützenpanzers in Auftrag zu geben. Damit sei ein für die Zukunftsfähigkeit der deutschen wehrtechnischen Industrie maßgebliches Großprojekt auf den Weg gebracht worden, bekräftigte Rheinmetall. Den Entwicklungsauftrag im Volumen von 198 Millionen Euro haben die Düsseldorfer zusammen mit dem Panzerbauer Krauss Wegmann-Maffei erhalten.

In Reaktion auf den Zwischenbericht zog der Kurs der im MDax notierten Rheinmetall-Aktie in einem unveränderten Umfeld leicht um 0,9 Prozent an auf 15,84 Euro.

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