Prognose bleibt
Freie Plätze in den Maschinen der Lufthansa

Die Deutsche Lufthansa AG hat trotz eines deutlichen Gewinnrückgangs in den ersten sechs Monaten 2001 ihre Ergebnisprognose für das gesamte Geschäftsjahr bekräftigt.

rtr FRANKFURT. "Das Unternehmen hält an seinem Ziel fest, in diesem Jahr ein operatives Ergebnis von 700 bis 750 Mill. ? zu erreichen", teilte der Konzern am Mittwoch in Frankfurt mit. Im ersten Halbjahr ging der operative Gewinn um mehr als zwei Drittel auf 105 Mill. ? und damit im Rahmen der Erwartungen zurück. Die Umsätze zogen dagegen um 13,7 % auf 7,81 Mrd. ? an. Nach Steuern verbuchte die Lufthansa ein Minus von 43 Mill. ? nach einem Gewinn von 460 Mill. ? im Vorjahr. Die Lufthansa-Aktie stieg zu Handelsbeginn um mehr als zwei Prozent auf 16,90 ?.

Die Zahlen der Lufthansa waren mit äußerster Spannung erwartet worden, nachdem verschiedene große Fluglinien Gewinnwarnungen abgegeben hatten. Die Lufthansa stellte ihren Geschäftsausblick für das Gesamtjahr am Mittwoch allerdings in Abhängigkeit zur weiterer Konjunkturentwicklung: "Vorausgesetzt werden eine Erholung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im vierten Quartal 2001 sowie stabile Durchschnittserlöse", hieß es mit Blick auf den nach wie vor anvisierten operativen Gewinn von 700 bis 750 Mill. ?. Das Unternehmen hatte im Zuge der weltweiten Konjunkturflaute und steigender Treibstoffkosten sowie auf Grund des Tarifabschlusses für die Konzern-Piloten seine Prognose für den Gesamtjahresgewinn vor einigen Wochen bereits um bis zu 30 % gekürzt.

Die von der Lufthansa am Mittwoch genannten Zahlen für das erste Halbjahr trafen die Vorhersagen der Branchenkenner, die im Schnitt einen operativen Gewinn von 104 Mill. ? und einen Umsatz von 7,64 Mrd. ? erwartet hatten. Im ersten Quartal waren hier noch fünf Mill. ? beziehungsweise 2,98 Mrd. ? erwirtschaftet worden. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit nannte die Lufthansa mit 229 Mill. ? nach 689 Mill. ? im Vorjahreszeitraum, pro Aktie verbuchte der Konzern einen Verlust von elf Cents nach einem Gewinn von 1,21 ? im ersten Halbjahr 2000. Hierfür verantwortlich sei im wesentlichen ein negatives Finanzergebnis von 205 Mill. ?. Um fast zwölf Prozent auf knapp acht Mrd. ? gestiegen sind zudem die betrieblichen Aufwendungen.

Bei den einzelnen Konzernsegmenten schlug sich die weltweite Konjunkturabschwächung wie erwartet am deutlichsten im Frachtbereich nieder, dessen Umsätze lediglich um drei Prozent anstiegen. Um mehr als 86 % zulegen konnte auch infolge eines erweiterten Konsolidierungskreis die Sparte Catering, die Erlöse aus dem Passagierverkehr wuchsen immerhin um 12,6 % auf rund fünf Mrd. ?.

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