Prognose für 2002 bekräftigt
Leoni macht deutlichen Schritt nach vorne

Dank einer guten Entwicklung in seiner Bordnetz-Sparte hat der Automobilzulieferer Leoni den Konzernüberschuss in den ersten neun Monaten bei einem leichten Umsatzplus kräftig gesteigert. Trotz der schwachen Wirtschaftslage hält die im MDax gelistete Gesellschaft an ihren Zielen für das Gesamtjahr fest.

Reuters NÜRNBERG. "Durch ihr breites Produktspektrum, das die verschiedensten Branchen umfasst, kann die Leoni-Gruppe die Konjunkturflaute insgesamt gut ausgleichen", erklärte Leoni am Dienstag in Nürnberg. 2002 werde der Umsatz wie angekündigt leicht über dem Vorjahreswert von 1,098 Milliarden Euro liegen. Der Konzernüberschuss werde - auch bereinigt um Effekte aus der Umstellung der Rechnungslegung auf US-GAAP - deutlich steigen. 2001 hatte Leoni einen Jahresüberschuss von 28,3 Millionen Euro verbucht. Ab 2004 werde dann wegen neuer Aufträge von BMW, General Motors, Daimler-Chrysler und Land Rover mit einem "deutlichen Umsatzschub" gerechnet. Die Leoni-Aktie legte im frühen Handel um 5,9 Prozent auf 28,79 Euro zu.

Für die Monate Januar bis September wies Leoni einen Überschuss von 38,3 Millionen Euro nach 16 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum aus. Ohne Einbeziehung eines Sondereffekts aus der Bilanzierung nach US-GAAP ergebe sich eine Steigerung um 33 Prozent. Der Umsatz sei zugleich leicht auf 830,9 (Vorjahr: 827,7) Millionen Euro geklettert.

"Motor des Wachstums war nach wie vor der Bereich Bordnetz-Systeme, der deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen erreichte", hieß es. Grund hierfür sei der Erfolg von Automodellen der Kunden Audi, VW, Daimler-Chrysler und Porsche. In der Sparte sei der Umsatz per September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 444,1 Millionen Euro geklettert. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) habe sich um 22 Prozent auf 38,7 Millionen Euro erhöht. Allerdings habe das Ergebnis im dritten Quartal wegen Vorleistungen für Projekte in Osteuropa unter dem Schnitt des ersten Halbjahres gelegen.

Auf Grund des niedrigeren Kupferpreises und der anhaltenden Konjunkturschwäche habe der Bereich Kabel hingegen auf Dreimonats-Sicht einen Umsatzrückgang um 2,1 Prozent auf 326,1 Millionen Euro verbucht. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) sei mit 40,2 (40,7) Millionen Euro hingegen fast konstant geblieben, hieß es. Im dritten Quartal habe sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aber ein Anstieg beim Ebitda ergeben.

In der kleinsten Sparte, dem Draht-Bereich, sei der Umsatz in den ersten neun Monaten um 24 Prozent gefallen. Auf Grund von Kostenanpassungen habe sich das Ebitda dieses Bereichs aber zugleich auf 2,6 (2,4) Millionen Euro verbessert.

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