Prognose für Gesamtjahr erhöht
Sony hat die Durststrecke überwunden

Der weltweit größte Unterhaltungselektronik-Konzern Sony hat im abgelaufenen Quartal trotz der anhaltenden Branchenschwäche wieder schwarze Zahlen geschrieben. Das japanische Unternehmen erhöhte zugleich seine Nettogewinn-Prognose für das Geschäftsjahr 2002/2003, senkte aber die Umsatzerwartungen.

Reuters TOKIO. Der konsolidierte Nettogewinn habe sich im zweiten Geschäftsquartal auf 44,1 Milliarden Yen (rund 363,7 Millionen Euro) belaufen, teilte Sony am Montag in Tokio mit. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 13,2 Milliarden Yen verbucht. Sony-Chef Nobuyuki Idei führte die Rückkehr in die Gewinnzone unter anderem auf eine Erholung der Chipsparte und erfolgreiche Kostensenkungen zurück. Der Aktienkurs zog nach den Zahlen im Londoner Handel an.

Auch auf operativer Ebene konnte Sony wieder einen Gewinn erzielen und zwar von 50,5 Milliarden Yen. Dies lag jedoch am unteren Ende der Analystenprognosen. Der Umsatz stieg um 0,5 Prozent auf 1,79 Billionen Yen.

Für das Gesamtjahr (zum 31. März 2003) hob der Konzern unter anderem wegen zu erwartender Steuer-Rückerstattungen seine Nettogewinn-Prognose auf 180 von zuvor 150 Milliarden Yen an. Dies wäre mehr als das Zehnfache seines Gewinns vom Geschäftsjahr 2001/2002. Der Sony-Konzern, der rund ein Drittel seines Umsatzes in den USA erzielt, erwarte für die kommenden Monate einen schwächeren Yen-Kurs als zuvor, begründete Sony die höhere Gewinnprognose. Verliert der Yen zum Dollar an Wert, können japanische Konzerne ihre Produkte in den USA ohne Margeneinbußen günstiger anbieten als die US-Konkurrenz. Die Prognose für den operativen Gewinn bekräftigte Sony mit 280 Milliarden Yen.

Der japanische Konzern senkte allerdings die Umsatzerwartung für das Gesamtjahr leicht um 100 Milliarden Yen auf 7,6 Billionen Yen. Sony-Finanzchef Teruhisa Tokunaka begründete dies mit den anhaltend unsicheren Konjunkturaussichten und der getrübten Verbraucherstimmung. Vor allem bei Audio-Video-Produkten wie DVD-Player und Stereoanlagen würden schlechtere Umsätze erwartet. Digital-Kameras und Personal Computer liefen dagegen gut. Auch Analysten rechnen damit, dass Sony in den starken Sparten wie Digital-Kameras und Spielekonsolen im Weihnachtsgeschäft weiter zulegen wird. Sie wiesen allerdings darauf hin, dass Sony mit wachsendem Wettbewerb aus dem asiatischen Raum rechnen müsse.

Sony-Aktien legten im Handel in London bis auf 5532,5 Yen zu, nachdem der Kurs an der freundlichen Tokioter Börse vor den Quartalszahlen bereits 1,86 Prozent auf 5490 Yen gewonnen hatte.

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