Prognose
RWI: Weniger Arbeitslose in EU-Ländern trotz gebremsten Wachstums

dpa/afx ESSEN. Trotz eines im kommenden Jahr wieder etwas gebremsten Wachstumstempos der Wirtschaft in den Ländern Europäischen Union erwartet das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) einen weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit. Deutschland werde dabei neben Ländern wie Spanien und Frankreich am meisten von diesem Trend profitieren, berichtete am Dienstag der RWI-Konjunkturexperte Roland Döhrn. Andere EU-Länder wie Holland oder Dänemark litten dagegen zunehmend bereits unter einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften.

Bei einem erwarteten Rückgang des Wirtschaftswachstums in den EU-Ländern im kommenden Jahr um 0,3 Punkte auf 3,1 % rechnet das RWI mit einem Abbau der durchschnittlichen Arbeitslosenquote um 0,2 Punkte auf 8,3 %. Für das Jahr 2002 gehen die Essener Wirtschaftsforscher von einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit auf 8,1 % bei einem mit 2,8 % weiter verlangsamten Wirtschaftswachstum in den EU-Ländern aus.

Vor allem durch eine konjunkturelle Abkühlung in den USA rechnet das RWI in den Industrieländern insgesamt mit einem kräftigeren Rückgang des Wachstumstempos von 3,8 % in diesem Jahr auf 2,7 % im Jahr 2001. Dagegen werde 2002 wieder mit einem leichten Anstieg auf 2,8 % gerechnet. Auch das Wachstum des Welthandels soll nach der Prognose nach einem Zuwachs um 15 % in diesem Jahr an Tempo verlieren. Im Jahr 2001 erwartet das RWI nur noch einen Anstieg des Welthandels um zehn Prozent, 2002 um acht Prozent.

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